Offener Brief an FEI von XENOPHON e.V.
zum Thema 'Hyperflexion'
Drohende Legitimation der „Hyperflexion“ durch FEI
XENOPHON-Vorsitzender Klaus Balkenhol initiiert offenen Brief an die FEI
(Pressem./10.02.10) „Wenn Sie Reiten in Hyperflexion als Ausbildungsmethode akzeptieren wollen, legitimieren Sie damit aggressives Reiten. Dagegen protestieren wir auf das Schärfste!“, schreibt der Vorsitzende der Gesellschaft XENOPHON e.V., Olympiasieger Klaus Balkenhol (Rosendahl) in einem offenen Brief an die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI).
Es wurde von zahlreichen international erfolgreichen Reitern, Trainern, Richtern und Funktionären unterzeichnet, darunter auch Laura Bechtolsheimer (British Record Holder, 3. Europameisterschaften 2009), Ingrid Klimke (Olympiasiegerin), Ruth Klimke (Vizepräsidentin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung), Debbie McDonald (Olympia-Bronze-Medaillen-Gewinnerin), Martin Plewa (ehem. Bundestrainer Vielseitigkeit, Leiter der Westfälischen Reit- und Fahrschule), Klaus-Martin Rath (Trainer, Mitglied im Dressurausschuss des DOKR), Hinrich Romeike (Olympiasieger), Hubertus Schmidt (Olympiasieger), Günter Seidel (Olympia-Bronze-Medaillen-Gewinner) und der erfolgreichste Springreiter aller Zeiten, Hans Günter Winkler.
Zu den Unterzeichnenden gehören auch die Mitglieder des Ehrenrats und des Aufsichtsrats der Gesellschaft XENOPHON, Major a.D. Paul Stecken (Trainer), Christine Stückelberger (Olympiasiegerin), Susanne Miesner (Ausbilderin) und Michael Putz (Trainer, Richter).
„Die Unterzeichnenden weisen ausdrücklich darauf hin, dass neue oder veränderte Regeln bezüglich der geltenden klassischen Reitlehre und der in Ihrem Handbook niedergeschriebenen Vorgaben absolut überflüssig sind. Diese Reitlehre, der sich die FEI bisher verpflichtet fühlt, ist ausgereift und bewährt! Sie ist weltweit als pferdegerecht und maßgeblich anerkannt. Basierend auf jahrhundertelanger Erfahrung bietet sie ein stabiles und sicheres Fundament, auch für den heutigen Reitsport. Es dürfen keine Änderungen vorgenommen werden, die zu Lasten des Wohlergehens der Pferde gehen, sowohl in physischer als auch in mentaler Hinsicht“, so der weitre Wortlaut des Schreibens.
Den vollständigen Wortlaut des offenen Briefs und weitere Informationen finden Sie unter www.xenophon-classical-riding.org.
Hintergrund:
Der gemeinnützige Verein Xenophon e.V., Gesellschaft für Erhalt und der Förderung der klassischen Reitkultur, wurde 2006 gegründet von Hans Heinrich Isenbarth (Kirchlinteln), Klaus Balkenhol (Höven), Dr. Gerd Heuschmann (Dülmen) u.a. Anfang 2010 hatte die Gesellschaft bereits über 500 Mitglieder aus 20 Nationen, mit steigender Tendenz.Dem Aufsichtsrat, der vor allem internationale Aktivitäten koordinieren und den Vorstand beraten soll, gehören an: Olympiasiegerin Christine Stückelberger (Schweiz), Susanne Miesner (Warendorf), Professor Kurt Mrkwicka (Österreich), Michael Putz (Buckenhof), Johann Riegler (Österreicht) und Hans-Eberhard Schneider (Framersheim).
Den Vorstand bilden Olympiasieger Klaus Balkenhol (Rosendahl), erster Vorsitzender, Dr. Gerd Heuschmann (Dülmen), stellvertretender Vorsitzender, sowie die drei Geschäftsführer Dr. Astrid von Velsen-Zerweck (Marbach), Georg Fink (Aufkirchen) und Peter Jennissen (Versmold).Anlass für das Verfassen des Briefs ist ein am 9. Februar 2010 angesetzte „Roundtable-Gespräch“ bei der FEI in Lausanne, in dem die endgültige Formulierung im Umgang mit der sogenannten Hyperflexion bzw. Rollkur festgelegt werden soll. Der stellvertretende XENOPHON-Vorsitzende Dr. Gerd Heuschmann wurde zu dem Gespräch eingeladen und wird auch daran teilnehmen. „Die weitere Zusammensetzung der Runde lässt den Schluss zu, dass ein für Xenophon unakzeptabler Ausgang der Diskussion herbeigeführt werden soll“, führte Klaus Balkenhol als Grund für das von ihm initiierte Schreiben an.