Forschung über das Thema "Stress im Hänger"

Stressreaktionen von Pferden nehmen schon bei Transporten u¨ber kurze und mittlere Strecken deutlich zu. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Graf-Lehndorff-Institut fu¨r Pferdewissenschaften in Neustadt gemeinsam mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchführte.
 
Getestet wurde von dem Wissenschaftlerteam die Konzentration des Stresshormons Kortisol im Speichel und die Herzfrequenzvariabilität der Pferde untersucht. Beide Parameter veränderten sich vor, während und nach Transporten deutlich: Schon Entfernungen ab 50 Kilometern ließen das Kortisol im Speichel um das 4-fache ansteigen. Bei wiederholten Transporten im Pferdehänge fand eine Gewöhnung der Pferde statt, die Freisetzung des Kortisols lag jedoch nie bei null. Außerdem war eine Art Lampenfieber festzustellen; schon während der Vorbereitung des Transports erhöhte sich das Kortisol auffällig. Dieser Zustand normalisierte sich erst nach dem Transport, während die Herzfrequenzvariabilität zu Beginn des Transports die deutlichsten Veränderungen zeigte. Regelmäßige Pausen bewirkten außerdem eine schnelle Erholung der Pferde.
 

 

 

 


Das Verladen sollte genauso geübt werden, wie das
Fahren, damit Pferde stressfrei reisen können.


Fotos: Rika Schneider

Den kompletten Forschungsbericht kann man
im Internet herunterladen:
www.pferdewissenschaften.at/Lehndorff-Institut.htm