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Reiten
nach Mark Rashid |
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Die Übergänge werden sichtlich
weicher, die Schritte raumgreifender und gleichmäßiger,
Reiter und Pferd bilden eine Einheit. Der Reiter atmet geziehlt aus
und beeinflusst Schritt für Schritt die Fußfolgen des Pferdes.
In ihren ersten zwei Kursen auf dem Hof Hügemann in Nordkirchen und dem Trainingsstall Linda Leckebusch in Nümbrecht begeisterte die Engländerin die Teilnehmer durch ihre Tiefe, ihr Wissen, ihre klare Betrachtungsweise der Situationen und ihre Fähigkeit, Reiter und Pferde da abzuholen wo sie sind. Jede Menge Gefühl, zahlreichen praktische Übungen und eine Portion Geduld ließen den Kurs f´ür Reiter, Pferde, Zuschauer udn Kursleiter 'rund' werden. Richtig Atmen - die wichtigste Hilfe Rund 90 Prozent der Körperhaltung im Sattel wird durch die Atmung bestimmt. Ein Reiter, der oberflächlich atmet, sitzt nicht mittig und zentriert, spannt seine Muskulatur individuell an unterschiedlichen Körperteilen an. Da das Pferd auf jeden angespannten Muskel des Menschen reagiert, wird es ebenfalls Muskulatur an(ver)spannen und schon bauen sich unnötige Spannungen in Reiter und Pferd auf. Richtiges Atmen, vor allem gut getimtes Ausamten beim Reiten, in Übergängen, bei Galoppwechseln oder Anreiten, bringt sofort sichtbar leichtere Bewegungen. Der Reiter sitzt lockerer und tiefer im Sattel, das Pferd kann endlich loslassen und voranschreiten. Ein Pferd atmet - wie Menschen auch
- immer bei Anstrengung aus. Ein Sprinter atmet beim Abdrücken
seines Turnschuhs am Startblock aus, der Tennisspieler beim Schlag
des Balls und ein Pferd im Galopp in dem Moment, wo es sich mit dem
Schubbein hinten abstößt und sein ganzes Gewicht voranschiebt.
Ein Reiter kann also mit dem Pferd ausatmen und dadurch dessen Bewegungsfluss
beeinflussen. Zum Anreiten, bei Übergängen, zum Losreiten
- der Reiter atmet so weich, stark oer lang aus wie das Bein des Pferdes
gesetzt werden soll. "Es ist erstaunlich, wie viel leichter und
flüssiger die Kurspferde sich bewegen, wenn die Reiter im richtigen
Moment ausatmen", staut Zuschauerin Heike Kent. Ausbilderin Anne
Ostehammel wechselt ihren Hengst im Galopp durch zeitlich gut getimtes
Ein- und Ausatmen (was sie im Kurs auch an Sprüngen übte)
auf den Punkt genau. Man kann beim Einatmen das hintere Schubbein
anheben und dann durch gezieltes Ausatmen das andere Bein als neues
Schubbein hinsetzten - und schon springt der Schimmel hinten zuerst
um. Mark Rashids Ziel ist es immer, Abäufe so einfach wie möglich zu gestalten. Und stimmt die Atmung, fallen die einzelnen Körperteile automatisch an die richtige Stelle und man kann sich den anderen mühevollen Ablauf sparen. Der Rippenkasten muss schwingen Zuverlässig wie ein Pfosten Ist der Reiter konsequent und gibt dem Pferd immer die gleiche Hilfe oder hat immer die selben Grenzen, dann kann sich das Pferd darauf verlassen. Kann es sich darauf verlassen, dass die Dinge beim Menschen immer gleich sind, kann es ihm vertrauen. Vertraut es dem Menschen, kann es entspannt und zufrieden sein - im Innern wie im Außen.. Um dies zu erreichen, heißt es aber IMMER konsequent und beständig zu sein, indem was man dem Pferd präsentiert. "Zieht ein Pferd dem Reiter zum Besipiel die Zügel aus der Hand, dann heißt es mit der Zügelhand so stabil wie ein Pfosten zu sein. Ziehen oder Rupfen am Zügel würde die Sitation nur verschlimmern. Stattdessen sollte der Reiter seine Hand stehen lassen oder diese auf dem Horn ablegen. Nun kann das Pferd an sich selber ziehen und auch sich selber nachgeben. Denn bleibt die Hand des Reiters stehen, gibt das Pferd der Zügelhand selber nach udn belohnt sich so auch selber. Es findet den Weg alleine. Dies kann aber nur erfolgreich sein, wenn die Hand IMMER stehen bleibt. Am Führstrick, beim Ausritt, in der Halle, bei schlechter oder guter Laune - Ausreden gibt es keine. Deutlich wurde den Teilnehmern, das ein 'Rückwärtsreiten' mit Zügelhänden das Pferd mental immer weiter wegbringt. "Mark Rashids Methode sorgt imer dafür, dass das Pferd versteht, was gerade besprochen wird, das es mitdenkt und nicht bloß Abläufe absprul. Wir wollen alle Partner und keine Maschinen (deshalb haben wir ja Pferde). Amanda Barton und Mark Rashid tragen ihren Teil dazu bei, dass unser Leben ansich und vor allem der mit Pferden jeden Tag immer ein bisschen harmonischer wird. Amanda wird 2008 wieder in NRW sein!
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