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Bernd Hackl: Aussacken |
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Ziel:
Natürlich ist es auch bei dieser Übung wichtig, die richtige Dosierung für jedes Pferd anzuwenden. Einerseits muss ich eine gewisse Beherztheit und Konsequenz anwenden, andererseits muss ich sicher sein, das Pferd nicht zu überfordern. Beobachten Sie genau die Ohren und die Augen Ihres Pferdes. Erst wenn Plastikplane und andere schreckliche Dinge keine »Gefahr« mehr darstellen, kann ich mit der nächsten Übung weitermachen. Manche Pferde brauchen viele Wochen, um ausreichend vorbereitet zu sein. Bei besonders sensiblen Pferden gehe ich am Anfang jeder Trainingseinheit alle vorherigen Übungen der Bodenarbeit durch. Wichtig: Es ist wichtig, dass das Pferd mit dieser neuen Situation nicht überfordert wird, sondern sich möglichst unkompliziert an das neue »Ding« auf seinem Rücken gewöhnt. Durch unsere Vorarbeit, insbesondere das Aussacken, ist das Pferd gegenüber vielen Dingen des Alltags desensibilisiert worden. Keinesfalls soll das Pferd dabei teilnahmslos oder gar abgestumpft werden. Sobald ich das Gefühl habe, dass mein vierbeiniger Schüler innerlich entspannt und gelöst ist, beginne ich mit dem eigentlichen Aufsatteln. Wieder stecke ich das Ende meines Führstricks in die hintere Hosentasche. Um das Pferd auf den Sattelgurt vorzubereiten, nehme ich nun mein Rope (oder sonst einen langen Strick), lege es um Rücken und Bauch (= Gurtlage), ziehe leicht daran, um ein Festzurren des Sattelgurts zu simulieren. Bewegt sich mein Pferd vorwärts, halte ich das Rope auf Spannung, bis das Pferd steht. Ich wiederhole die Übung, bis das Pferd den »Gurt« akzeptiert. Ich kann diese Übung auch am hinteren Teil des Bauches wiederholen für den Fall des hinteren Bauchgurtes, allerdings mit mehr Vorsicht, da viele Pferde an den Flanken sehr empfindlich sind. Jetzt lege ich das Rope beiseite und beginne die Übungen mit dem Pad: Ich lege es auf den Rücken des Pferdes, aber auch auf Hals, Kruppe und alle anderen Körperstellen, bis mein Pferd ruhig steht und es akzeptiert. Bei allen Übungen versuche ich, so natürlich wie möglich vorzugehen, d. h. ich vermeide keine Geräusche, klopfe öfters auf das Pad, um das Pferd an Lärm auf seinem Rücken zu gewöhnen. Infos:
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