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"Headshaker oder
Ausbildungsfehler?"
Grundsätzlich muss man erst einmal herausfinden, warum ein Pferd beim
Reiten mit dem Kopf schlägt: ist es ein Headshaker oder ist dieses Problem
das Ergebnis mangelnder Ausbildung? Auch die Zäumung kann Grund für
so ein Verhalten sein: Hat das Gebiss die richtige Größe oder klemmt
es die Haut in den Maulwinkeln ein?
Hat das Pferd vielleicht gesundheitliche Probleme wie eine entzündete
Ohrspeicheldrüse, die auch durch zu langes Reiten in zu starker Beizäumung
kommen kann? Die Suche nach der Ursache ist hier äußerst wichtig.
Headshaker sind
Allergiker, deren Heilungschancen sehr gering sind, deren Verhalten
aber durchaus zu verändern sind. Da sie sehr empfindlich auf kitzelnde
Berührungen am Kopf reagieren, sollten Sie darauf achten, dass jegliche
Lederbommeln an Trensen abgeschnitten oder verknotet werden. Eine Fliegenmaske
mit Ohren und / oder ein Nasencover kann zusätzliche Abhilfe schaffen.
Auch das Rasieren des Schopfes oder des oberen Mähnenansatzes kann das
Pferd von kitzelnden Haaren befreien.
Ausbildungsfehler
sollten von einem professionellen Trainer objektiv beurteilt werden
und durch regelmäßigen Unterricht minimiert werden. Häufig sind zu ruckartige
Zügelhilfen im Pferdemaul die Ursache und eine Ausbildung, bei der das
Pferd nicht adäquat von hinten ans Gebiss heran geritten wird. Pferde
können dadurch lernen, sich durch Kopfschlagen zu entziehen.
Folgende Übungen können helfen:
Lassen Sie Ihr Pferd erst einmal locker am langen Zügel Schritt
gehen.
Beginnen sie nun, es mit den Schenkeln treibend, ins Gebiss zu
reiten. Nehmen Sie die Zügel dafür weich auf, treiben Sie gefühlvoll
mit den Schenkeln und warten Sie darauf, dass das Pferd im Genick nachgibt
und im Maul weich wird. Nimmt es immer wieder den Kopf hoch, lassen
Sie Ihre Hand einfach stehen. Gibt es nach, geben Sie dem Pferd dann
nur einige Zentimeter und lassen Sie die Hand dann wieder stehen. Es
muss lernen, dass der Zügel begrenzend wirkt. Schmeißen Sie die Zügel
also nicht einfach weg. Das Pferd muss erst lernen in Anlehnung zu laufen.
Es soll immer wieder von einer Spannungs- in eine Entspannungshaltung
kommen.
Zusätzlich ist es wichtig, an der Biegung des Pferdes zu arbeiten.
Stellen Sie es auf einer Gerade immer wieder abwechselnd nach innen
und außen. Das Pferd soll dabei gerade bleiben, nur Kopf/Hals biegen
sich lateral.
Klappt das zuverlässig, können Sie auch mal im Trab nach seitlicher
Nachgiebigkeit fragen. Hier ist es vielleicht förderlich, mit dem inneren
Schenkel stärkere Hilfen zu geben, damit das Pferd nicht nach innen
läuft. Ins Gebiss treiben, kann dann im Trab geübt werden. Hier
werden die Spannungs- und Entspannungsphasen durch das höhere Tempo
etwas kürzer. Wichtig: Zügel nicht ohne Schenkelhilfe einsetzten, dass
Pferd soll ja lernen, mit den Hinterbeinen fleißig mit zu laufen.
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Lesen Sie dazu auch die Meinung von
Verhaltensexpertin
Dr. Barbara Schöning
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Infos: Bernd
& Sabine Hackl
Trainingsstall Leuthenmühle
Leuthenmühle 1 & 2
94239 Ruhmannsfelden
Tel. 09929-958695
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Nach einigen entspannten Schrittrunden…
…kann das Pferd mit gefühlvoller Schnenkelhilfe in das Gebiss geritten
werden. Wichtig ist, dass
es mit dem Kopf immer wieder vorne rausgelassen wird.

Seitliches Biegen sollte zu den
täglichen Grundübungen gehören.

Vorsicht: nicht passende Mundstücke können die Haut der Mundwinkel einquetschen
- dieses ist zu breit für das Pferd.

Headshaker reagieren empfindlich
auf kleinste Berührungen am Kopf. Ein Nasenschutz kann in der Fliegenzeit
helfen.
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