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Bernd Hackl: Wenn Pferde auf der Weide Sie mit ihrem Pferd nicht passieren lassen |
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Eines der wichtigsten Grundsätze, um den Frieden auf der Weide zu wahren, wenn der Mensch dort in eine Herde geht ist "die Pferde nicht aus der Hand füttern!" Pferde, die aus der Hand gefüttert werden, sei es auch nur, um sie anzulocken, haben weniger oder gar keinen Respekt vor dem Menschen, da sie ihn nun als rangniedriger einstufen. Haben Pferde dies schon gelernt, dann kann das sehr gefährlich sein, da man nur schwer abschätzen kann, wann sie Ihr Pferd attackieren wollen. Genauso wenig kann man abschätzen, wann Ihr Pferd aus Angst vor den anderen zur Seite springt. In so einer Weidesituation empfehle ich eine kleine Schreckaktion: Gewöhnen Sie Ihr Pferd außerhalb der Weide an Plane oder an das Wackeln einer großen Tüte. Härten Sie ihn richtig ab, bis er beim Schütteln und Rütteln nach oben und unten nur noch leicht beeindruckt ist. Stellen Sie ihn dann zu den Wallachen auf die Weide. Wenn Sie ihn nun reinholen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor: Laufen Sie durch die Wiese auf Ihr Pferd zu. Wenn Ihnen einer der beiden Wallache oder beide zu Nahe kommt, schütteln sie abrupt und kräftig mit der Tüte. Sie werden erschrocken sein und einen oder vielleicht auch zwei Sätze machen. Wichtig: Dies muss schnell und unerwartet geschehen und wie ein Überfallkommando kommen. Seien Sie überzeugend und groß im Auftreten. Halftern Sie nun Ihr Pferd.
Wenn die zwei am Tor wieder Drängeln kommen, machen Sie dasselbe. Sind
sie immer noch dreist, können Sie die Tüte auch an das Ende einer Dressurgerte
hängen und die Pferde somit auf mehr Abstand halten. Auch das müssen
Sie dann aber vorher mit Ihrem Pferd üben. Die anderen Pferde auf der
Weide müssen wissen: "Wenn die Ihr Pferd holen will, dann bleiben wir
besser auf Abstand."
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