Verladen leicht gemacht - Impressionen vom Bernd Hackl-Kurs in Kleinberghofen

Bodenarbeitskurs vom 24. und 25. Mai 2008 in Kleinberghofen.

Wundervolle Pferde, interessierte Reiter, traumhaftes Wetter, eine optimale Trainingsanlage, viel Spaß und Lernstoff ohne Ende - auf dem Bodenarbeits- und Verladekurs mit Bernd Hackl bildeten sich elf Teilnehmer für einen einfacheren Umgang mit ihren Pferden weiter. Bernd Hackl, der von Horsemen wie Steve Hollowy, Roy Sharpe, Leslie Desmond oder Buck Brannaman inspiriert wurde, legt großen Wert auf eine solide Grundausbildung. Dabei sollen die Pferde nicht zu abgestumpften, funktionierenden Sklaven werden, sondern wach und mit Interesse mitmachen.

"Die Pferde sollen Energie haben, voller Lebenslust mitarbeiten und ihre natürlichen Eigenschaften behalten. Das Problem vieler Reiter ist jedoch, dass sie genau davor Angst haben. Es gibt Wege, den Energiepegel des Pferdes für sich zu bestimmen", erklärt der Ausbilder. Und hier gilt es die Körperteile Kopf/Hals, Schulter/Rippenkasten und Hinterhand des Pferdes, zu kontrollieren. Gezielte gymnastische Übungen, die die Nachgiebigkeit in den einzelnen Körperbereichen fördert, angepasst am Ausbildungsstand der jeweiligen Teilnehmer, helfen den Reitern, das Theoretische in die Praxis umzusetzen.

Im Laufe des Kurses wurde die unsichere Araberstute Perusha am Boden gearbeitet und erfolgreich verladen, Kid musste nicht mehr heimtraben, sondern konnte bequem im Hänger nach Hause fahren - noch viel mehr wurde erfolgreich vermittelt und von den Teilnehmern erlernt. Ein Jungpferd wurde von Bernd gearbeitet, die Besitzerin lernte, es vom Boden aus zu fahren. Damit es nicht nur beim Profi klappt, sondern die Besitzerin Deanna ihr Pferd auch zuhause in Gang bekommt, bezieht Hackl sie in die Übungen mit ein. Nachdem er das Pferd mit aller Ruhe an die erste Satteldecke und den Sattel auf dem Rücken gewöhnt hat, den Sattelgurt aber nur anzieht, wenn das Pferd ausatmet, fährt er sie vom Boden aus ein. Dies alles dauert nicht länger als eine Stunde.

Bernd Hackl erläuterte die Sachverhalte und half den Reitern durch zahlreiche praktische Übungen, die individuell auf die Pferde abgestimmt waren, die Kommunikation mit ihrem Pferd vom Boden aus zu verbessern... Bernd Hackl gestaltete seine Hilfen demonstrativ so, dass es die Idee der Pferde wurde, diese auszuführen. Pferde sind keine Maschinen, keine Autos oder Motorräder - auch wenn eines wie ein Ferrari, das andere wie eine Ente wirkt -, sie haben Gefühle und sind äußerst sensibel. Dies sollte jedem beim Umgang mit Pferden aller Rassen bewusst sein. Nur dann ist ein ausgewogenes Zusammenspiel von Zwei- und Vierbeiner möglich.

Das war das Ziel bei der Arbeit mit Mensch und Pferd am vergangenen Wochenende auf dem Eckhof II, der Reitanlage mit Herz und Verstand. Ein super Kurs, da freut man sich schon auf den nächsten. Manuela Schubert


Text & Fotos: Manuela Schubert