Echte Partnerschaft durch Bodenarbeit Nachbericht zum Kurs mit Bernd Hackl

Auf der Reitanlage Landgut Steeg begeisterte Bernd Hackl mit seinem Bodenarbeitskurs nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Zuschauer.
Ob Arbeit mit der Plane, dem Führseil, Fahren vom Boden oder Verladen - individuell wurden Pferd und Reiter durch gezielte Übungen gefördert.

Bernd Hackl hat eine Methode und Techniken zur Ausbildung von Pfeden, jedoch können Herangehensweisen niemals einfach über jedes Pferd stülpt werden. Sein Gefühl, seine Erfahrung und seine Fähigkeit, das Pferd richitg einzuschätzen, sind mit Geheimnis seines Erfolges.
"Wärend es bei dem einem Pferd nötig ist, auch mal eine Tür zu zumachen, wäre es vielleicht in der gleichen Situation mit einem anderen Pferd ein fataler Fehler", erzählt Hackl. "Pferde sind so unterschiedlich wie wir Menschen es sind. Der eine ist mehr oder weniger ängstlich, mutig, unsicher oder vorbelastet als der andere. Wo manche Pferd viel Druck vertragen, würde andere sich bei der Dosis schon überschlagen", mahnt der Jung- und Problempferdeprofi, der seine Schüler zum selbst Denken, Fühlen und Entscheiden heranwachsen lassen möchte.

"Welches Pferd was benötigt, lernt man am besten dadurch, dass man so viele Pferde wie möglich arbeitet und versucht sie und ihr Verhalten zu verstehen". Doch genau dazu hat der durchschnittliche Pferdebesitzer im Alltag keine Chance. "Und gerade für solche Reiter ist es wichtig, bei der Ausbildung von Jungpferden und vor allem bei der Korrektur schwieriger Pferde auf die Hilfe eines Profis nicht zu verzichten.

Ziel sollte immer sein, dass der Besitzer die Übungen mit seinem Pferd alleine umsetzten kann. Es nützt ja nichts, dass ich das mit dem Pferd schaffe und der Besitzer zuhause wieder verzweifelt. Ich möchte den Menschen soviel mitgeben, dass sie lernen, schwierige Situationen alleine zu meistern und dass sie zu einem harmonischen Ergebnis gelangen.


Der Umgang mit dem Pferd soll Spaß machen und sicher sein - für alle Beteiligten."


Infos: Bernd & Sabine Hackl
Trainingsstall Leuthenmühle
Leuthenmühle 1 & 2
94239 Ruhmannsfelden
09929-958695

Foto: Horses In Media

 
Der Umgang mit dem Pferd soll Spaß machen und
sicher sein - für alle Beteiligten





Das Pferd auf den Zirkel schicken, mit der Hand am Führseil umgreifen und es in die...


...andere Richtung schicken. Der große Rappe hat dies schnell verstanden.



Skeptisch nähert sich Haflinger Matty der großen Plane.


Russe Vamonos misst noch rasch den Abstand seiner Schritte, ...


...ehe er sicher über die Plane geht.


Der 'Gang' aus Tonnen war eine große Herausforderung - auch wenn einige Pferde zu beginn noch durchhuschten, ließen sich am Ende alle souverän hindurchschicken.




Erst Plane, dann Brücke...


... und am Ende noch ein Sprung - Jenifer und Doc O'Dancer meisterten dies mit Bravour.


Heiß war's! Grund genug, sich eine kühle Mulde zu buddeln und darin zu verschwinden.


Blue Heeler-Hündin Annie hat dazu allerdings keine Zeit für Aussie-Spiele. Sie konnte Herrchen Bernd Hackl in der Mitte des Reitplatzes nicht aus dem Blick lassen.




Erste Schritte: Die Führhand, hier die linke, sollte immer unterhalb des Pferdeauges gehalten werden, da sie anderweitig das Pferd vorne blockieren würde. Hilfreich für das Pferd wäre es hier noch, die linke Handkante (kleine Finger) in Bewegungsrichtung zu halten, also die Hand nach vorne zu öffnen, damit es noch deutlicher fühlt, in welche Rihctung es sich bewegen soll.


Die Jungstute Surprise testet ihre Besitzerin immer wieder...


... Für Bernd Hackl ein Grund, dem Pferd einmal deutlich den Vorwärtsgang zu zeigen, damit...


...die Besitzerin die Grundübungen auch alleine umsetzen kann.




Wo stehe ich, wie halte ich das Seil, wann mache ich was und mit wieviel Ausdruck tue ich das?
Die eigene Körper-Koordination gepaart mit dem richtigen Gefühl und eingesetzet im richtigen Moment schafft das Bild von Reiter und Pferd. Echtes Horsemanship kommt von Innen: Ausdruck, innere Sicherheit und Stabilität, Klarheit und Weichheit - viele Eigenschaften kann der Reiter durch bewusstes Üben und Beoabchten und Ausprobieren entwickeln. Natürlich unterstützt dabei auch die richtige Technik. Technik alleine bringt jedoch noch lange kein harmonisches Miteinander.






Die Plane kommt und der Kopf des Rappen schießt in die Höhe - Akzeptanz einer Plane, Decke oder Tüte am ganzen Körper ist für den Ausbilder Bernd Hackl ein wichtiger Teil der Basisausbildung.
Dabei soll der Besitzer aber die Plane nicht wie ein 'Monster' handhaben, sondern sie so selbstverständlich handhaben wie eine Putzbürste. "Pferde nehmen die Bilder, die wir im Kopf haben auf. Und befürchten wir schon im Vorfeld, dass das Pferd wegschnellt, dann wird es dies auch vermutlich tun", erinnert der Horsemans die Teilnehmer.


Wer will oder kann den 1,80 m großen Warmblüter schon aufhalftern, wenn dieser seinen Kopf wie bei der Plane nach oben nimmt?
Aus diesem Grund ist es wichtig, ihm beizubringen, mit Kopf-Hals nach unten nachzugeben und sich dabei auch wohl zu fühlen.