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"Was ist das
schlimmste, was Sie sich vorstellen können?", fragt Hunt in
die Runde. "Dass sie abgebuckelt werden? Ihr Pferd losrennt? Es
mit Ihnen stürzt und Sie sterben?", gibt er weiter zu bedenken.
"Den meisten Reitern mangelt es an Selbstvertrauen. Sie sind nicht
auf das Unvorstellbare, das Schlimmste vorbereitet", führt
Hunt sein Definition von Selbstvertrauen aus. Ein verschmitztes Lächeln
huscht über sein Gesicht und entspannt die nachdenkliche Atmosphäre.
Reiten und Leben für den Horsman ist alles Eins.
Seit über 50 Jahren beschäftigt sich der bekannte Schüler
von Altmeister Tom Dorrance mit Pferden. Bei seiner Arbeit berücksichtigt
er nicht nur die körperlichen Voraussetzungen der Pferde, sondern
auch deren mentale, natürliche Verfassung. "Ich kann aus einem
Langbeiner keinen Reiner machen, aber ich kann trotzdem das Beste aus
ihm rausholen", erläutert der Rancher. "Viele Reiter
holen traurigerweise das Schlechteste aus ihren Pferden heraus. Sie
lesen nicht ihre Mimik, missachten die kleinen, wichtigen Signale, die
sie senden. Nur ein aufmerksamer Reiter kann stressige Situationen pferdegerecht
vermeiden", erklärt Hunt. "Hengstbesitzer Strafen ihre
Pferde beim Wiehern oft mit einer Kette über der Nase. Ich frage
mich: wieso? Denn schon wenn der Hengst durch die Stellung seiner Ohren
sein Wiehern ankündigt, reagiere ich, so dass es zu keinem Laut
kommt", spricht Hunt in die Zuschauerrunde.
Über 200 Zuschauer haben sich den 69-Jährigen in Spanien und
Holland angesehen. Zwei ganz unterschiedliche Kurse, denen aber eines
zugrunde lag: Ein Kursleiter, der kein Blatt vor den Mund nimmt, Korrekturen
am Pferd nicht hinter verschlossener Tür hält und zu allem
seine ganz eigene Wahrheit und eigenen Wertvorstellungen vom Leben offenbart.
"Er vermittelt Werte, die in der heutigen Zeit nur noch schwer
zu finden sind", beschreibt Jean-Claude Dysli seinen Gast. "Es
geht um die Menschen, wie ehrlich sie zu sich selber sind und wie gut
zu anderen", ergänzt Dysli, der nun wieder als Kursleiter
in Deutschland unterwegs ist.
Für den einen oder anderen Zuschauer war Hunts Lebensanschauung,
die dem Arbeitsalltag eines Ranchers entsprungen ist und nicht dem Alltag
eines in der Großstadt lebenden Europäers, etwas gewöhnungsbedürftig.
Der Rancher - oft acht Stunden am Tag im Sattel - benötigt ein
zuverlässiges Pferd, das schnell, effizient und lange gesund erhaltend
mitarbeitet. Der europäische Reiter wünscht sich dies auch,
praktiziert aber keine tägliche Arbeit mit dem Pferd. Die Effizienz
beim Reiten gerät deshalb immer mehr in Vergessenheit. Pferde sind
für viele Reiter hierzulande nicht zum Arbeiten da, sondern zum
Reiten, Pflegen und Entspannen.
Timing, Balance,
Feel
"Erfühlen ist das Lösungswort bei der Ausbildung von
Pferden," erläutert Hunt. "Bei einem Jungpferd, das das
erste mal unterm Sattel ist", wie der kleine Fuchswallach in Spanien,
"wirke ich noch nicht begrenzend mit den Zügeln ein, sondern
passe mich einfach seinem Rhythmus an. Er gibt die Geschwindigkeit vor,
ich blende einfach ein, bin Passagier", erklärt der Horseman,
während Australier Brooks im Sattel versucht, Rays Anweisungen
zu folgen. Nach und nach will Hunt Impulse setzten, stetiger Druck ist
in seinem Handwerkskasten nicht zu finden: "Ich übe mit den
Zügeln, aber auch mit den Schenkeln, immer nur impulsartigen Druck
aus, der, zum Beispiel bei den Schenkeln, gezielt die Bewegung eines
Beines trifft. Möchte ich das vordere, innere Bein nach innen setzen,
gibt mein äußerer Schenkel die Hilfe, wenn das innere Bein
gerade abfußt. Denn wie soll mein Pferd auf meine Hilfe reagieren,
wenn es gerade mit dem Bein aufkommt? Es trägt ja in dem Moment,
wo es aufsetzt, sein ganzes Körpergewicht auf diesem Bein. Meine
Schenkelhilfe wäre also zeitlich total falsch platziert."
Leichter gesagt als getan für die 17 deutschen, belgischen und
holländischen Teilnehmer, die im Schritt und im Trab ansagen müssen,
wann ihr Pferd mit dem inneren Vorder- und Hinterteil abfußt.
Timing der Sitz-, Schenkel- und Zügelhilfen sind also ausschlaggebend
dafür, ob das Pferd einen versteht oder nicht. Geht ein Pferd gegen
die Kommandos, können inkorrekt gesetzte Hilfen der Grund dafür
sein. "Kommt die richtige Schenkelhilfe zum Anreiten zwar zur rechten
Zeit, hat der Reiter dabei aber sein Körpergewicht auf dem inneren
Vorderbein, so blockiert er das Pferd damit genauso wie vorher: Wo soll
das Pferd nun Hinlaufen? Das ganze Gewicht lastet ja auf dem Bein, das
es anheben soll!". Hier ist also eine fundierte Ausbildung des
Reiters, der seinen Körper gezielt bewegen kann, angesagt. "Gefühl
kann ich nicht lehren, das muss jeder selber entwickeln. Ich kann nur
empfehlen, viel zu reiten, zu experimentieren, von guten Reitern zu
lernen und sich und das Pferd genau zu beobachten. "Es ist erstaunlich,
was man noch alles lernen kann, nachdem man alles gelernt hat, was es
zu lernen gibt", zeigt der Horseman auf. "Viele Reiter betuppen
sich, beim Pferd aber funktioniert das nicht: Das Pferd weiß genau,
wann der Reiter etwas weiß. Es weiß aber auch, wann der
Reiter etwas nicht weiß."
Schuld ist immer
der Reiter
Verhält sich ein Pferd unterm Sattel oder am Boden nicht wie gewünscht,
findet der Reiter oft eine Ausrede. Phrasen wie der fühlt
sich heute nicht wohl' oder der hat heute nicht pünktlich
gefrühstückt' sind fast Jedem schon mal zu Ohren gekommen.
Für den Horseman undenkbar: "Viele Reiter mogeln sich so durch.
Hier und da werden ein paar Basisübungen ausgelassen, konsequente
Übungsabläufe unterbrochen. Die Ausbildung eines Pferdes ist
jedoch wie ein Puzzlestück: All die kleinen Teilchen müssen
an den richtigen Stellen liegen. Erst dann kann das Gesamtbild in all
seiner Schönheit sichtbar werden. Zeigt das Pferd an einigen Punkten
auf, das das Bild noch nicht perfekt ist, so muss man die kleinen Puzzleteilchen
suchen und wieder an den richtigen Platz legen. Wenn man Reiten kann
ist das kein Problem: Man findet die Teile und platziert sie. Für
Reiter, die aber noch keine fundierte Ausbildung genossen haben und
die vor lauter Puzzleteilen nicht einmal die Eckpfeiler des Bildes finden,
wird es ganz schön schwer. Bei ihnen fällt spätestens
im Trab und Galopp jegliche Kontrolle auseinander. "Und hier gewinnt
dann oft der innere Schweinehund", erklärt Hunt. "Ich
habe ja keine Angst, aber ich will nicht, dass er so rennt", eine
oft gehörte Aussage, die der Altmeister so nicht akzeptiert. "Wenn
Du keine Angst hast, dann reite das Pferd, egal in welchem Tempo und
arbeite mit ihm". Laut dem Horseman kann hier nur die innere Einstellung
den Wandel bringen. "Nur die eigene Entscheidung, sich zu verbessern,
Angst zu überwinden und reiten lernen zu wollen machen hier den
Unterschied. "Reiter sollten Ihre Ansprüche und Ziele hoch
ansetzten und sich viel Raum zum Lernen geben", empfiehlt Hunt,
für den Lernen und Leben nebeneinander liegt: "Warum benötigt
man ein ganzes Leben lang dazu, zu lernen?", fragt er. "Um
ein ganzes Leben lang zu leben", führt er aus. "Ich,
Ray Hunt, bin verantwortlich für mein Tun, so wie jeder Reiter
für sein Tun verantwortlich ist. Rund 75 Prozent aller Reiter in
meinen Kursen haben kein Selbstvertrauen, sie sind meiner Meinung nach
nicht auf das Schlimmste vorbereitet. Woran soll sich das Pferd denn
dann orientieren, wenn nicht am Reiter?", fragt der Rancher die
Teilnehmer auf Jean-Claude Dyslis Hacienda. "Pferde haben Lebensenergie
durch die sie Jahrtausende von Jahren überlebt haben - der Reiter
muss diese Energie nur richtig nutzen." Pferde mit Bewegungsdrang
werden somit bei Hunt nicht gehalten, sondern ihre Energie wird in sinnvolle
Bahnen gelenkt: In Volten, Zirkel, in Hinterhand oder Vorhandwendungen,
die dann mit Schwung ausgeführt werden können. Auf die Frage
einer Teilnehmerin hin, was sie denn tun soll, wenn Ihr Pferd buckelt
und sie unsicher wird gibt Ray nur eine Antwort: "Entweder du schaffst
es mit oder ohne Lehrer, dich und dein Pferd weiterzubringen oder die
Probleme werden sich potenzieren. Dann wäre ein Verkauf des Pferdes
sinnvoll."
Das A und O: Reiten auf der
Linie
Zwanzig Teilnehmer unterschiedlichen Niveaus in einer Reithalle folgen
den Anweisungen des Lehrers: Während die eine Hälfte auf der
rechten Hand reitet, die andere auf der linken, soll sich jeder Reiter
eine imaginäre Linie auf dem Hallenboden suchen und dieser folgen.
Die entgegenkommenden Reiter gilt es dabei in Schlangenlinie zu umreiten.
Absolutes Chaos. Fast kollidierende Pferde, überforderte aber auch
motivierte Reiter lassen sich in der Halle ausmachen - ganz abhängig
von dem Sicherheitsgefühl der einzelnen Personen. "Follow
the line" tönt es immer wieder aus dem Mikrofon. "Folgt
das Pferd nicht deiner gedachten Linie, korrigiere es mit Sitz-, Schenkel-
und Zügelhilfen. In dem Moment aber, wo es auf der Linie ist und
es nichts wiegt, sollten alle Hilfen eingestellt werden. Nach einiger
Zeit wird es sich leicht und locker auf deiner Linie bewegen",
erläutert Hunt. Berufstrainer Josey Reynvoet, der die Philosophien
von Ray Hunt als motivierend empfindet, fühlt sich reiterlich jedoch
ein wenig unterfordert: "Ich reite seit Kindesbeinen an, ich spüre,
wann mein Pferd wo abfußt. Ein Kurs wie dieser mit 17 Teilnehmern
in einer Gruppe halte ich für den einzelnen als uneffektiv",
beschreibt der Holländer am zweiten Tag seine Erfahrung. "Dazu
kommt das Ray nur sehr wenige handwerkliche Anweisungen gibt und auf
die Hilfengebungen der einzelnen Reiter gar nicht eingeht", führt
der Trainer aus.
In Spanien standen am zweiten Tag Tempowechsel an der Tagesordnung:
Ray ließ die Reiter innerhalb eines Ganges schnell und langsam
werden: "Stell Dir vor, du reitest vorne über dein Sattelhorn
hinweg", gibt er als bildliche Unterstützung zum Vorwärtsreiten
mit. "Willst du langsamer werden, setzt du dich wieder tief nach
hinten rein. Werde wieder schneller. So schnell, dass dein Pferd antrabt.
Halte die Hände gerade. Anhalten! Stop! Mach soviel wie nötig.
Rückwärtsrichten. Halte das Pferd frisch und aufmerksam. Fühle
den Rhythmus seiner Bewegungen und bleib auf deiner Linie", bringt
Ray seine Kommandos schnell hintereinander. Kein langes Überlegen
und sortieren der Hände und Beine ist möglich, exaktes Ausführen
ist angesagt. "Zehn Schritte vor sind zehn Schritte und nicht elf!",
Selbstkontrolle ist gefordert.
Disziplin und Strafe - ein Unterschied wie Tag und Nacht
Hunt, der bei Pferden, die gelernt haben mit Gegendruck zu reagieren,
auch mal härter durchgreift, legt den Fokus dabei auf das korrekte
Timing: "Der Mensch als intellektuelles Wesen kann die Bedeutung
von Falsch oder Richtig begreifen. Er baut Gefängnisse, in denen
Strafen abgesessen werden. Pferde aber können diese Begriffe nicht
verstehen. Folge dessen können sie auch niemals etwas falsch machen.
Pferde wollen nur den Tag überleben", beschreibt der Horseman.
"Aus diesem Grund dürfen sie nicht bestraft, sondern nur diszipliniert
werden. Und der Unterschied dabei liegt im Timing der Ausführung:
Kurz bevor oder während das Pferd eine unerwünschte Aktion
ausführt, kann man disziplinieren, niemals aber, nachdem es diesen
Akt durchgeführt hat. Das wäre eine Strafe, die das Pferd
nicht verstehen könnte. Angst wäre das Ergebnis. Durch Disziplinieren
aber erhält man vom Pferd Respekt. Aber Vorsicht: Respekt und Angst
liegen sehr nah beieinander, unterscheiden sich jedoch wie Tag und Nacht.
Hier ist wieder Fingerspitzengefühl gefragt, wobei die goldene
Mitte zwischen beiden Emotionszuständen zu treffen, vielen Reitern
sehr schwer fällt. Es mangelt an Erfahrung und Handwerkstechnik."
Und ohne Handwerk - dazu gehören ein unabhängiger Sitz, Rhythmus-
und Balancegefühl, feine und genaue Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen
sowie ein Verständnis für das Verhalten des Pferdes - ist
kein Kunstwerk zu vollbringen.
Kontrolle von Vor- und Hinterhand
Im Round Pen präsentiert sich der junge Fuchswallach unter dem
Australier Brooks sehr aktiv. Erste Bocksprünge unterm Sattel gefolgt
von schnellen Galopprunden. "Ich verbiete ihm das Laufen nicht.
Stattdessen bewege ich bei einem Pferd mit viel Vorwärtsdrang die
Vorhand mehr als die Hinterhand. Ich richte also alle Übungen so
aus, dass das Pferd die Vorhand mehr einsetzen muss als die Hinterhand,
dann lasse ich es wieder vorwärts gehen", erläutert der
Kursleiter. "Ich dirigiere die Energie des Pferdes. Ich dirigiere
aber nicht sein Maul, sondern seine Beine. Denn ich reite ja seine Beine,
mit denen muss ich kommunizieren", fährt er fort. "Ich
reite auch nicht den Sattel - der sorgt nur dafür, dass ich keinen
wunden Hintern bekomme - sondern die Beine des Pferdes", betont
der Altmeister immer wieder. "Jedes einzelne, von rechts nach links
und von vorne nach hinten. Der Unterschied liegt nur darin, worauf man
gedanklich seinen Fokus legt."
Vor- und Hinterhand misst der Rancher die gleiche Bedeutung zu, wobei
er die Hinterhand als den Motor des Pferdes beschreibt, der für
Schub und Balance sorgt. Zu Beginn folgt die Vorhand der Vorbereitung
der Hinterhand, denn ein Pferd kann nicht die Hinterhand umdrehen ohne
dabei die Vorhand zu positionieren. Es entwickelt sich ein Zusammenspiel
von vorne und hinten, was es für den Reiter zu erfühlen gilt.
Einem Pferd, das schon am Anfang sehr ausbalanciert ist, darf man die
Balance nicht durch unsicheres Reiten nehmen. Hat ein Pferd die Balance
noch nicht, dann bringt man sie dem Pferd durch richtiges Sitzen und
Einwirken bei.
Grenzen setzten - Kritik vom Publikum
Immer wieder versucht die Teilnehmerin den Fuß in den Steigbügel
zu stecken - vergeblich. Der kleine Fuchswallach marschiert immer wieder
vorne raus. Hunt, dessen gesundheitlicher Zustand immer nur kurze Arbeitsphasen
erlaubt, hilft der Reiterin. Er nimmt den Araber am Zügel, bedeutet
der Besitzerin aufzusteigen. Genau in dem Moment, wo sie den Fuß
in den Bügel schiebt, will der Fuchs nach vorne raus. Und noch
ehe mehr als zwei Schritte getan hat haut ihm Hunt einige Male das Gebiss
in die Mundwinkel. "Und noch einmal aufsteigen", rät
der Rancher. Wieder will der Wallach los, überlegt aber, ob der
Druck von dort nicht zu stark ist. Wieder hört man das Gebiss klappern,
Zuschauern verzieht es bei der Härte der Schläge im Maul das
Gesicht. Noch ein, zweimal und der Araber blieb stehen: "Ihm das
Unerwünschte unangenehm machen und das Gewünschte einfach
ist eine meiner Devisen und Disziplin ist bei einem Pferd, das schon
seit längerem Zeitraum so agiert, angebracht. Das Pferd soll lernen,
dass meine Hilfe am Maul mit einer Reaktion seiner Beine zusammenhängt."
Trainer Reynvoets, der auch am nächsten Tag mit Zeuge ist, das
der Wallach mucksmäuschen stillsteht, als die Besitzerin aufsteigt,
ist die Handhabe trotzdem eine Nummer zu hart: "Man kann dem Pferd
dies auch anders beibringen oder zumindest bei einer so harten Korrektur
ein Halfter benutzen. Allerdings würde dies ein wenig länger
dauern, was in einem Kursprogramm vielleicht nicht erwünscht ist.
Das starke rupfen am Gebiss gefällt mir jedoch nicht. Ich glaube
wir europäischen Reiter haben den Luxus, uns mehr Zeit nehmen zu
können - wir müssen mit dem Pferd nicht morgen schon die Zäune
kontrollieren", gibt der Reiter zu bedenken.
Nachdem die Zuschauer über ein unfaires Verhalten des Amerikaners
munkelten, packte Zuschauer und PNH-Ausbilder Birger Giseke seine Beobachtung
in folgende Worte: "Reiter sehen es nicht gerne, wenn Grenzen gesetzt
werden. Am liebsten würden sie alles ohne Druck machen. Doch wie
auch bei antiautoritärer Erziehung, hängt das Pferd ohne eine
Zurechtweisung oft in der Luft. Grenzen setzten ist meiner Meinung nach
fair. Keine Grenzen setzen ist sogar oft unfair. Eine inkonsequente
Handhabe, wo ein Pferd heute für seine Reaktion gelobt und morgen
bestraft wird, verursacht nur Missverständnisse zwischen Reiter
und Pferd", gibt Giseke zu bedenken. "Wie man den Leuten nun
aber Leichtigkeit, Gefühl und Timing beibringt ist wieder eine
ganz andere Sache. Rays Erfahrung ist von Niemandem hier nachzuahmen
und so wäre es für den ein oder anderen Teilnehmer vielleicht
einfacher, Basiskurse bei anderen Trainern zu besuchen. Dieser Kurs
ist nichts für Anfänger, die sind hier meiner Meinung nach
überfordert", resümiert der Trainer.
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Text
& Fotos: Schneider
I Horses
In Media
Ray Hunt bei der Arbeit mit
Jungpferden
auf der Hacienda Buena Suerte in Spanien.

Gastgeber Jean-Claude
Dysli

Infos:
www.rayhunt.com, www.jcdysli.de
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