Kurs mit Ray Hunt
Hart und trotzdem herzlich?
Er gilt als Legende, als Begründer der Horsemanship-Bewegung und als einer der erfahrensten Pferdemänner weltweit. In Spanien bei Jean-Claude Dysli und in Holland bei der Belgium Horsemanship Association präsentierte sich der Altmeister Ray Hunt in zwei Kursen. Was ihn von anderen Trainern unterscheidet und wie Zuschauer und Teilnehmer auf seine praktischen Ausführungen reagierten, erkundete Rika Schneider.

"Was ist das schlimmste, was Sie sich vorstellen können?", fragt Hunt in die Runde. "Dass sie abgebuckelt werden? Ihr Pferd losrennt? Es mit Ihnen stürzt und Sie sterben?", gibt er weiter zu bedenken. "Den meisten Reitern mangelt es an Selbstvertrauen. Sie sind nicht auf das Unvorstellbare, das Schlimmste vorbereitet", führt Hunt sein Definition von Selbstvertrauen aus. Ein verschmitztes Lächeln huscht über sein Gesicht und entspannt die nachdenkliche Atmosphäre. Reiten und Leben — für den Horsman ist alles Eins.

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich der bekannte Schüler von Altmeister Tom Dorrance mit Pferden. Bei seiner Arbeit berücksichtigt er nicht nur die körperlichen Voraussetzungen der Pferde, sondern auch deren mentale, natürliche Verfassung. "Ich kann aus einem Langbeiner keinen Reiner machen, aber ich kann trotzdem das Beste aus ihm rausholen", erläutert der Rancher. "Viele Reiter holen traurigerweise das Schlechteste aus ihren Pferden heraus. Sie lesen nicht ihre Mimik, missachten die kleinen, wichtigen Signale, die sie senden. Nur ein aufmerksamer Reiter kann stressige Situationen pferdegerecht vermeiden", erklärt Hunt. "Hengstbesitzer Strafen ihre Pferde beim Wiehern oft mit einer Kette über der Nase. Ich frage mich: wieso? Denn schon wenn der Hengst durch die Stellung seiner Ohren sein Wiehern ankündigt, reagiere ich, so dass es zu keinem Laut kommt", spricht Hunt in die Zuschauerrunde.

Über 200 Zuschauer haben sich den 69-Jährigen in Spanien und Holland angesehen. Zwei ganz unterschiedliche Kurse, denen aber eines zugrunde lag: Ein Kursleiter, der kein Blatt vor den Mund nimmt, Korrekturen am Pferd nicht hinter verschlossener Tür hält und zu allem seine ganz eigene Wahrheit und eigenen Wertvorstellungen vom Leben offenbart. "Er vermittelt Werte, die in der heutigen Zeit nur noch schwer zu finden sind", beschreibt Jean-Claude Dysli seinen Gast. "Es geht um die Menschen, wie ehrlich sie zu sich selber sind und wie gut zu anderen", ergänzt Dysli, der nun wieder als Kursleiter in Deutschland unterwegs ist.
Für den einen oder anderen Zuschauer war Hunts Lebensanschauung, die dem Arbeitsalltag eines Ranchers entsprungen ist und nicht dem Alltag eines in der Großstadt lebenden Europäers, etwas gewöhnungsbedürftig. Der Rancher - oft acht Stunden am Tag im Sattel - benötigt ein zuverlässiges Pferd, das schnell, effizient und lange gesund erhaltend mitarbeitet. Der europäische Reiter wünscht sich dies auch, praktiziert aber keine tägliche Arbeit mit dem Pferd. Die Effizienz beim Reiten gerät deshalb immer mehr in Vergessenheit. Pferde sind für viele Reiter hierzulande nicht zum Arbeiten da, sondern zum Reiten, Pflegen und Entspannen.

Timing, Balance, Feel
"Erfühlen ist das Lösungswort bei der Ausbildung von Pferden," erläutert Hunt. "Bei einem Jungpferd, das das erste mal unterm Sattel ist", wie der kleine Fuchswallach in Spanien, "wirke ich noch nicht begrenzend mit den Zügeln ein, sondern passe mich einfach seinem Rhythmus an. Er gibt die Geschwindigkeit vor, ich blende einfach ein, bin Passagier", erklärt der Horseman, während Australier Brooks im Sattel versucht, Rays Anweisungen zu folgen. Nach und nach will Hunt Impulse setzten, stetiger Druck ist in seinem Handwerkskasten nicht zu finden: "Ich übe mit den Zügeln, aber auch mit den Schenkeln, immer nur impulsartigen Druck aus, der, zum Beispiel bei den Schenkeln, gezielt die Bewegung eines Beines trifft. Möchte ich das vordere, innere Bein nach innen setzen, gibt mein äußerer Schenkel die Hilfe, wenn das innere Bein gerade abfußt. Denn wie soll mein Pferd auf meine Hilfe reagieren, wenn es gerade mit dem Bein aufkommt? Es trägt ja in dem Moment, wo es aufsetzt, sein ganzes Körpergewicht auf diesem Bein. Meine Schenkelhilfe wäre also zeitlich total falsch platziert."

Leichter gesagt als getan für die 17 deutschen, belgischen und holländischen Teilnehmer, die im Schritt und im Trab ansagen müssen, wann ihr Pferd mit dem inneren Vorder- und Hinterteil abfußt. Timing der Sitz-, Schenkel- und Zügelhilfen sind also ausschlaggebend dafür, ob das Pferd einen versteht oder nicht. Geht ein Pferd gegen die Kommandos, können inkorrekt gesetzte Hilfen der Grund dafür sein. "Kommt die richtige Schenkelhilfe zum Anreiten zwar zur rechten Zeit, hat der Reiter dabei aber sein Körpergewicht auf dem inneren Vorderbein, so blockiert er das Pferd damit genauso wie vorher: Wo soll das Pferd nun Hinlaufen? Das ganze Gewicht lastet ja auf dem Bein, das es anheben soll!". Hier ist also eine fundierte Ausbildung des Reiters, der seinen Körper gezielt bewegen kann, angesagt. "Gefühl kann ich nicht lehren, das muss jeder selber entwickeln. Ich kann nur empfehlen, viel zu reiten, zu experimentieren, von guten Reitern zu lernen und sich und das Pferd genau zu beobachten. "Es ist erstaunlich, was man noch alles lernen kann, nachdem man alles gelernt hat, was es zu lernen gibt", zeigt der Horseman auf. "Viele Reiter betuppen sich, beim Pferd aber funktioniert das nicht: Das Pferd weiß genau, wann der Reiter etwas weiß. Es weiß aber auch, wann der Reiter etwas nicht weiß."

Schuld ist immer der Reiter

Verhält sich ein Pferd unterm Sattel oder am Boden nicht wie gewünscht, findet der Reiter oft eine Ausrede. Phrasen wie ‚der fühlt sich heute nicht wohl' oder ‚der hat heute nicht pünktlich gefrühstückt' sind fast Jedem schon mal zu Ohren gekommen. Für den Horseman undenkbar: "Viele Reiter mogeln sich so durch. Hier und da werden ein paar Basisübungen ausgelassen, konsequente Übungsabläufe unterbrochen. Die Ausbildung eines Pferdes ist jedoch wie ein Puzzlestück: All die kleinen Teilchen müssen an den richtigen Stellen liegen. Erst dann kann das Gesamtbild in all seiner Schönheit sichtbar werden. Zeigt das Pferd an einigen Punkten auf, das das Bild noch nicht perfekt ist, so muss man die kleinen Puzzleteilchen suchen und wieder an den richtigen Platz legen. Wenn man Reiten kann ist das kein Problem: Man findet die Teile und platziert sie. Für Reiter, die aber noch keine fundierte Ausbildung genossen haben und die vor lauter Puzzleteilen nicht einmal die Eckpfeiler des Bildes finden, wird es ganz schön schwer. Bei ihnen fällt spätestens im Trab und Galopp jegliche Kontrolle auseinander. "Und hier gewinnt dann oft der innere Schweinehund", erklärt Hunt. "Ich habe ja keine Angst, aber ich will nicht, dass er so rennt", eine oft gehörte Aussage, die der Altmeister so nicht akzeptiert. "Wenn Du keine Angst hast, dann reite das Pferd, egal in welchem Tempo und arbeite mit ihm". Laut dem Horseman kann hier nur die innere Einstellung den Wandel bringen. "Nur die eigene Entscheidung, sich zu verbessern, Angst zu überwinden und reiten lernen zu wollen machen hier den Unterschied. "Reiter sollten Ihre Ansprüche und Ziele hoch ansetzten und sich viel Raum zum Lernen geben", empfiehlt Hunt, für den Lernen und Leben nebeneinander liegt: "Warum benötigt man ein ganzes Leben lang dazu, zu lernen?", fragt er. "Um ein ganzes Leben lang zu leben", führt er aus. "Ich, Ray Hunt, bin verantwortlich für mein Tun, so wie jeder Reiter für sein Tun verantwortlich ist. Rund 75 Prozent aller Reiter in meinen Kursen haben kein Selbstvertrauen, sie sind meiner Meinung nach nicht auf das Schlimmste vorbereitet. Woran soll sich das Pferd denn dann orientieren, wenn nicht am Reiter?", fragt der Rancher die Teilnehmer auf Jean-Claude Dyslis Hacienda. "Pferde haben Lebensenergie durch die sie Jahrtausende von Jahren überlebt haben - der Reiter muss diese Energie nur richtig nutzen." Pferde mit Bewegungsdrang werden somit bei Hunt nicht gehalten, sondern ihre Energie wird in sinnvolle Bahnen gelenkt: In Volten, Zirkel, in Hinterhand oder Vorhandwendungen, die dann mit Schwung ausgeführt werden können. Auf die Frage einer Teilnehmerin hin, was sie denn tun soll, wenn Ihr Pferd buckelt und sie unsicher wird gibt Ray nur eine Antwort: "Entweder du schaffst es mit oder ohne Lehrer, dich und dein Pferd weiterzubringen oder die Probleme werden sich potenzieren. Dann wäre ein Verkauf des Pferdes sinnvoll."

Das A und O: Reiten auf der Linie

Zwanzig Teilnehmer unterschiedlichen Niveaus in einer Reithalle folgen den Anweisungen des Lehrers: Während die eine Hälfte auf der rechten Hand reitet, die andere auf der linken, soll sich jeder Reiter eine imaginäre Linie auf dem Hallenboden suchen und dieser folgen. Die entgegenkommenden Reiter gilt es dabei in Schlangenlinie zu umreiten. Absolutes Chaos. Fast kollidierende Pferde, überforderte aber auch motivierte Reiter lassen sich in der Halle ausmachen - ganz abhängig von dem Sicherheitsgefühl der einzelnen Personen. "Follow the line" tönt es immer wieder aus dem Mikrofon. "Folgt das Pferd nicht deiner gedachten Linie, korrigiere es mit Sitz-, Schenkel- und Zügelhilfen. In dem Moment aber, wo es auf der Linie ist und es nichts wiegt, sollten alle Hilfen eingestellt werden. Nach einiger Zeit wird es sich leicht und locker auf deiner Linie bewegen", erläutert Hunt. Berufstrainer Josey Reynvoet, der die Philosophien von Ray Hunt als motivierend empfindet, fühlt sich reiterlich jedoch ein wenig unterfordert: "Ich reite seit Kindesbeinen an, ich spüre, wann mein Pferd wo abfußt. Ein Kurs wie dieser mit 17 Teilnehmern in einer Gruppe halte ich für den einzelnen als uneffektiv", beschreibt der Holländer am zweiten Tag seine Erfahrung. "Dazu kommt das Ray nur sehr wenige handwerkliche Anweisungen gibt und auf die Hilfengebungen der einzelnen Reiter gar nicht eingeht", führt der Trainer aus.

In Spanien standen am zweiten Tag Tempowechsel an der Tagesordnung: Ray ließ die Reiter innerhalb eines Ganges schnell und langsam werden: "Stell Dir vor, du reitest vorne über dein Sattelhorn hinweg", gibt er als bildliche Unterstützung zum Vorwärtsreiten mit. "Willst du langsamer werden, setzt du dich wieder tief nach hinten rein. Werde wieder schneller. So schnell, dass dein Pferd antrabt. Halte die Hände gerade. Anhalten! Stop! Mach soviel wie nötig. Rückwärtsrichten. Halte das Pferd frisch und aufmerksam. Fühle den Rhythmus seiner Bewegungen und bleib auf deiner Linie", bringt Ray seine Kommandos schnell hintereinander. Kein langes Überlegen und sortieren der Hände und Beine ist möglich, exaktes Ausführen ist angesagt. "Zehn Schritte vor sind zehn Schritte und nicht elf!", Selbstkontrolle ist gefordert.
Disziplin und Strafe - ein Unterschied wie Tag und Nacht
Hunt, der bei Pferden, die gelernt haben mit Gegendruck zu reagieren, auch mal härter durchgreift, legt den Fokus dabei auf das korrekte Timing: "Der Mensch als intellektuelles Wesen kann die Bedeutung von Falsch oder Richtig begreifen. Er baut Gefängnisse, in denen Strafen abgesessen werden. Pferde aber können diese Begriffe nicht verstehen. Folge dessen können sie auch niemals etwas falsch machen. Pferde wollen nur den Tag überleben", beschreibt der Horseman. "Aus diesem Grund dürfen sie nicht bestraft, sondern nur diszipliniert werden. Und der Unterschied dabei liegt im Timing der Ausführung: Kurz bevor oder während das Pferd eine unerwünschte Aktion ausführt, kann man disziplinieren, niemals aber, nachdem es diesen Akt durchgeführt hat. Das wäre eine Strafe, die das Pferd nicht verstehen könnte. Angst wäre das Ergebnis. Durch Disziplinieren aber erhält man vom Pferd Respekt. Aber Vorsicht: Respekt und Angst liegen sehr nah beieinander, unterscheiden sich jedoch wie Tag und Nacht. Hier ist wieder Fingerspitzengefühl gefragt, wobei die goldene Mitte zwischen beiden Emotionszuständen zu treffen, vielen Reitern sehr schwer fällt. Es mangelt an Erfahrung und Handwerkstechnik." Und ohne Handwerk - dazu gehören ein unabhängiger Sitz, Rhythmus- und Balancegefühl, feine und genaue Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen sowie ein Verständnis für das Verhalten des Pferdes - ist kein Kunstwerk zu vollbringen.

Kontrolle von Vor- und Hinterhand

Im Round Pen präsentiert sich der junge Fuchswallach unter dem Australier Brooks sehr aktiv. Erste Bocksprünge unterm Sattel gefolgt von schnellen Galopprunden. "Ich verbiete ihm das Laufen nicht. Stattdessen bewege ich bei einem Pferd mit viel Vorwärtsdrang die Vorhand mehr als die Hinterhand. Ich richte also alle Übungen so aus, dass das Pferd die Vorhand mehr einsetzen muss als die Hinterhand, dann lasse ich es wieder vorwärts gehen", erläutert der Kursleiter. "Ich dirigiere die Energie des Pferdes. Ich dirigiere aber nicht sein Maul, sondern seine Beine. Denn ich reite ja seine Beine, mit denen muss ich kommunizieren", fährt er fort. "Ich reite auch nicht den Sattel - der sorgt nur dafür, dass ich keinen wunden Hintern bekomme - sondern die Beine des Pferdes", betont der Altmeister immer wieder. "Jedes einzelne, von rechts nach links und von vorne nach hinten. Der Unterschied liegt nur darin, worauf man gedanklich seinen Fokus legt."
Vor- und Hinterhand misst der Rancher die gleiche Bedeutung zu, wobei er die Hinterhand als den Motor des Pferdes beschreibt, der für Schub und Balance sorgt. Zu Beginn folgt die Vorhand der Vorbereitung der Hinterhand, denn ein Pferd kann nicht die Hinterhand umdrehen ohne dabei die Vorhand zu positionieren. Es entwickelt sich ein Zusammenspiel von vorne und hinten, was es für den Reiter zu erfühlen gilt. Einem Pferd, das schon am Anfang sehr ausbalanciert ist, darf man die Balance nicht durch unsicheres Reiten nehmen. Hat ein Pferd die Balance noch nicht, dann bringt man sie dem Pferd durch richtiges Sitzen und Einwirken bei.

Grenzen setzten - Kritik vom Publikum

Immer wieder versucht die Teilnehmerin den Fuß in den Steigbügel zu stecken - vergeblich. Der kleine Fuchswallach marschiert immer wieder vorne raus. Hunt, dessen gesundheitlicher Zustand immer nur kurze Arbeitsphasen erlaubt, hilft der Reiterin. Er nimmt den Araber am Zügel, bedeutet der Besitzerin aufzusteigen. Genau in dem Moment, wo sie den Fuß in den Bügel schiebt, will der Fuchs nach vorne raus. Und noch ehe mehr als zwei Schritte getan hat haut ihm Hunt einige Male das Gebiss in die Mundwinkel. "Und noch einmal aufsteigen", rät der Rancher. Wieder will der Wallach los, überlegt aber, ob der Druck von dort nicht zu stark ist. Wieder hört man das Gebiss klappern, Zuschauern verzieht es bei der Härte der Schläge im Maul das Gesicht. Noch ein, zweimal und der Araber blieb stehen: "Ihm das Unerwünschte unangenehm machen und das Gewünschte einfach ist eine meiner Devisen und Disziplin ist bei einem Pferd, das schon seit längerem Zeitraum so agiert, angebracht. Das Pferd soll lernen, dass meine Hilfe am Maul mit einer Reaktion seiner Beine zusammenhängt." Trainer Reynvoets, der auch am nächsten Tag mit Zeuge ist, das der Wallach mucksmäuschen stillsteht, als die Besitzerin aufsteigt, ist die Handhabe trotzdem eine Nummer zu hart: "Man kann dem Pferd dies auch anders beibringen oder zumindest bei einer so harten Korrektur ein Halfter benutzen. Allerdings würde dies ein wenig länger dauern, was in einem Kursprogramm vielleicht nicht erwünscht ist. Das starke rupfen am Gebiss gefällt mir jedoch nicht. Ich glaube wir europäischen Reiter haben den Luxus, uns mehr Zeit nehmen zu können - wir müssen mit dem Pferd nicht morgen schon die Zäune kontrollieren", gibt der Reiter zu bedenken.

Nachdem die Zuschauer über ein unfaires Verhalten des Amerikaners munkelten, packte Zuschauer und PNH-Ausbilder Birger Giseke seine Beobachtung in folgende Worte: "Reiter sehen es nicht gerne, wenn Grenzen gesetzt werden. Am liebsten würden sie alles ohne Druck machen. Doch wie auch bei antiautoritärer Erziehung, hängt das Pferd ohne eine Zurechtweisung oft in der Luft. Grenzen setzten ist meiner Meinung nach fair. Keine Grenzen setzen ist sogar oft unfair. Eine inkonsequente Handhabe, wo ein Pferd heute für seine Reaktion gelobt und morgen bestraft wird, verursacht nur Missverständnisse zwischen Reiter und Pferd", gibt Giseke zu bedenken. "Wie man den Leuten nun aber Leichtigkeit, Gefühl und Timing beibringt ist wieder eine ganz andere Sache. Rays Erfahrung ist von Niemandem hier nachzuahmen und so wäre es für den ein oder anderen Teilnehmer vielleicht einfacher, Basiskurse bei anderen Trainern zu besuchen. Dieser Kurs ist nichts für Anfänger, die sind hier meiner Meinung nach überfordert", resümiert der Trainer.


Text & Fotos: Schneider I Horses In Media

Ray Hunt bei der Arbeit mit Jungpferden
auf der Hacienda Buena Suerte in Spanien.





Gastgeber Jean-Claude Dysli



Infos: www.rayhunt.com, www.jcdysli.de