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"Das Becken gibt die Richtung an"
Ganz gleich ob im Schritt, Trab oder Galopp,
auf dem Reitplatz oder im Gelände - jegliche Sitzeinwirkungen des Reiters
nimmt das Pferd unter dem Sattel wahr.
Ein Reitersitz, der gegen die Bewegung
des Pferdes sitzt, muss dass Pferd ausgleichen, um nicht die Balance
zu verlieren. Also um nicht umzufallen. Je nach Ausbildungsstand kann
das Pferd solches "Fehlsitzen" kompensieren. Optimal für das Verständnis
des Pferdes aber ist ein Reiter, der im Drehsitz mit der Bewegung des
Pferdes harmoniert. Das heißt, dass seine Schultern immer im Einklang
mit den Pferdeschultern sind, sein Becken mit der Hüfte des Pferdes
und sein Kopf in dieselbe Richtung blickt wie die des Pferdes.
Wirkt der Reiter zu stark mit dem inneren Zügel ein, so verliert
das Pferd die Balance und tritt nach außen. Alles was ich an der Innenseite
des Pferdes mache hat eine Auswirkung auf die Außenseite des Pferdes.
Damit es also nicht nach draußen läuft, rahme ich es ein, lege den äußeren
Schenkel verwahrend an. Hierbei spielt auch die Haltung meines Kopfes
eine wichtige Rolle, denn dieser bestimmt die so wichtige Lage meines
Beckens. Ist mein Kopf nach rechts unten gelehnt, knickt auch meine
Hüfte ein und mein Becken ist einseitig belastet. Das Reiten mit Gymnastikschlingen
ist hier eine äußerst effektive Übung.
Schwierigkeiten beim Einrahmen des Pferdes entstehen häufig durch
unterschiedlich stark ausgeprägte Kniemuskulatur. Suchen Sie sich einen
Übungspartner, setzten Sie sich mit ihm gegenüber auf zwei Stühle und
drücken Sie seine Knie mit den Ihren auseinander, während Ihr Partner
versucht, Ihre zusammenzudrücken. Bei dieser spielerischen Übung werden
Schwächen schnell sichtbar, die für das Reiten wieder aufgebaut werden
müssen.
Machen Sie sich die Funktion Ihrer Knie bewusst: Nehmen Sie sich einen
Tennisball, zeigen Sie ihn ihrem Pferd. Klemmen Sie diesen nun eine
Handbreit oberhalb des Knies zwischen Sattelpausche und Bein.
Reiten Sie so Schritt, Trab, Galopp. Dann auf der anderen Seite wiederholen.
Sie werden vielleicht das erste Mal feststellen, was Ihre Knie wo im
Sattel welche Aufgaben haben. Dokumentation: Rika Schneider
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Text & Foto: Schneider I
Horses In Media

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