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Zeckenalarm: durch Zecken übertragene Krankheiten nehmen zu! |
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Die Meldung, dass Ann-Kathrin Linsenhoff, eine der erfolgreichsten deutschen Dressurreiterinnen der letzten Jahrzehnte, sich aufgrund einer Borreliose-Infektion aus dem Leistungssport verabschieden musste, sorgte im Frühjahr dieses Jahres für Schlagzeilen. Verursacher dieser Infektionskrankheit ist der Stich einer mit dem Borreliose-Erreger infizierten Zecke. Experten warnen aufgrund des extrem milden Winters vor einer Zeckeninvasion in diesem Jahr. Da Pferdesportler zu den Menschen gehören, die sich häufig in der Natur aufhalten, werden nachstehend die wichtigsten Fragen rund um die Themen Zecken und die von ihnen übertragenen Infektionskrankheiten beantwortet. Warum können Zecken für Menschen gefährlich
sein? Typische Krankheitsbilder der Borreliose-Infektion sind Gelenkentzündungen, neurologische Veränderungen, Lähmungen und Herzentzündungen. Das Statistische Bundesamtes verzeichnete aufgrund dieser Krankheit im Jahr 2005 mindestens zwölf Todesfälle. Geschätzt wird, dass die Dunkelziffer jedoch noch höher ist, da es für diese Krankheit keine bundesweite Meldepflicht gibt. Noch gefährlicher für den Menschen ist die FSME. Mit dem FSME-Erreger infizierte Zecken kommen in Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und Südhessens vor. Das DGK schätzt, dass in den Regionen, in denen Zecken mit diesem Erreger behaftet sind, etwa 3,5 Prozent aller Zecken infiziert sind. Im Jahr 2005 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mehr als 400 FSME-Erkrankungen bei Menschen gemeldet, von denen etwa ein Prozent tödlich verliefen. Typische Krankheitsbilder sind grippeähnliche Symptome, Kopfschmerzen, Fieber, Hirnhautentzündung, Gehirnentzündung und Lähmungen. Ein Irrglaube ist die Ansicht, nur bestimmte Berufsgruppen wie Jäger oder Förster seien durch FSME gefährdet. Rund 90 Prozent aller FSME-Infektionen ereignen sich heutzutage in der Freizeit, zwölf Prozent davon im eigenen Garten. Wo kann man auf Zecken stoßen? Wie kann man sich vor Zecken schützen?
Nach Aufenthalten im Freien sollten Körper und Kleidung nach Zecken (sie sind als stecknadelkopfgroße schwarze Sterne sichtbar) abgesucht werden. Von Zecken bevorzugte Körperpartien sind Haaransatz, Ohren, Hals, Arm- und Kniebeugen sowie Hände und Füße. Auch eine Kontrolle des Rückens wird empfohlen. Was tut man bei einem Zeckenstich?
Wichtig ist dabei, dass die Zecke nicht gequetscht wird, da sonst ebenfalls Darminhalte der Zecke in das menschliche Blut gelangen können. Auch alte „Geheimtipps“ wie Abbrennen der Zecke oder das Ersticken der Zecke mittels Öltropfen sollten nicht benutzt werden, da die Zecke sich dann im Todeskampf erbricht und so die Bakterien auf den Menschen übertragen kann. Gegen eine Übertragung von FSME-Viren hilft die rasche Entfernung der Zecke nicht, da hier die Infektion schon relativ früh beim Blutsaugen geschieht. Nach dem Entfernen der Zecke sollte die Einstichstelle in jedem Fall für etwa sechs Wochen beobachtet werden. Treten Veränderungen der Einstichstelle – etwa kreisrunde Rötungen der Haut mit einem Durchmesser von mehr als fünf Zentimeter oder grippeartige Allgemeinsymptome auf, so sollte sofort der Hausarzt konsultiert werden. Kann man sich gegen Borreliose oder
FSME Impfen lassen? An der Entwicklung einer Impfung gegen Borreliose wird zur Zeit gearbeitet, in absehbarer Zeit steht jedoch noch kein Präparat zur Verfügung. Sind auch Pferde durch Zecken gefährdet? Frisch eingesäte oder kurz gehaltene Weiden haben nahezu keinen Zeckenbefall. Die veterinärmedizinische Pharmazie bietet zudem diverse Insektenschutzmittel an. |
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