Honza Bláha 2007 - seine Ausbildung

Der tschechische Horsemen liebt nicht eine besondere Reitweise, sondern schafft den Spagat guten Reitens zwischen den Reitweisen. Sein Herz schlägt für Springen, Dressur und Western - es schlägt für Pferde.

Die Besonderheit von Honza Bláha ist das Reiten von Piaffe, Passage und anderen Dressurelementen ohne Zaumzeug und Sattel sowie die FReiheitsdressur, in der ihm mehrere Pferde frei folgen und mit ihm kommunizieren.

Das Dressurreiten ohne Sattel udn Trense verfeinerte Bláha über die Jahre mit seinem Pferd 'Gaston' und ging dann zusammen mit ihm zwei Jahre in die Staaten zu Pat Parelli. Dort sammelte er Erfahrungen auf großen Veranstaltungen und baute sein Gefühl und seine Fähigkeit, Pferde auf seine Art auszubilden, weiter aus.
Pferde lernen bei Bláha durch eine klare, weiche Hand und individuell auf das Pferd abgestimmte Hilfen. Der Tscheche hat seinen ganz eigenen Weg, Pferde und Reiter individuell zu motivieren und zu fördern - im Sattel und am Boden.

Neben einer soliden Ausbildung unter dem Sattel, zeigt Bláha auf seinen Kursen und Demos auch, in wie weit die Bodenarbeit und auch die Freiheitsdressur zu einer guten Beziehung zwischen Mensch und Pferd verhelfen kann.

"Jegliches Lernen ist der Anfang weiteren Lernens"

Shows

Honza und Gaston sind weltweit auf vielen Shows aufgetreten. Auf die Frage hin, ob er auch mal vor Kursen eine Demo gibt, gibt er ein nein. "Ich möchte Gaston auf so wenig Shows wie möglich bringen, um ihn nicht sauer zu machen. Deshalb trete ich mit ihm möglichst nur auf großen Events wie der Equitana auf", erklärt der 30-Jährige. Das Highlight seiner Vorführungen liegt in der offensichtlichen, engen und feinen Kommunikation der beiden sowie in den Dressurelementen, die Honza ohne Sattel und Trense, auch ohne Halsring, vollführt. Wir alle kennen die Bidler von Pferden, die ohne 'Alles' geritten werden. Und im gängigen Bild ‚latschen die Pferde dabei auf der Vorhand und fallen auseinander'. Nicht so bei Honza und Gaston. Der Wallache läuft Rund versammelt, knickt in den Ganaschen ab, nimmt den Wiederrist hoch und setzt seine Hinterhand unter. Seine Ohren spielen, um ja nicht die nächste kleine Hilfe von Honza zu verpassen.

Ausbildung - die Balance halten

Verbindung ist ein Eckpfeiler in Honzas Herangehensweise. Die Verbindung von Mensch und Pferd kann in verschiedenen Formen kommen, ähnlich wie die Verbindungen innerhalb einer Familie unterschiedlich sind. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Balance. Natürlich ist Balance alleine nicht genug. Wir müssen auch Autorität erlangen, was weit mehr als nur die Mitte zwischen Respekt und Vertrauen ist. Das Pferd muss verstehen, warum es mit uns eine Verbindung eingehen soll.

Jedes Pferd hat eine ganz eigene, individuelle Persönlichkeit und deshalb hat jede Beziehung zu einem Pferd seine ganz eigenen Züge. Es gibt nicht bloß ‚den einen Weg', um unser Ziel zu erreichen. Der kürzeste Weg ist nicht immer der schnellste. Nicht immer werden unsere Verluste auf dem Weg am Ende mit Profit wieder gut gemacht. Und das ist der Punkt wo wir wieder auf die Balance zurück kommen. Ein Pferd kann nur in Balance sein, wenn der Mensch im Gleichgewicht ist. Der Mensch kann in Balance sein, wenn es das Pferd ist, so das Reiter und Pferd eine ausgewogene Verbindung erfahren. Doch was kommt zuerst? Was ist wichtiger? Jedes Pferd benötigt seine ganz individuelle Herangehensweise.