Jean-Claude Dysli:
So gibt das Pferd den Rücken

"Versammlung bringt den Rücken hoch"

Dieses Problem ist immer darauf zurückzuführen, dass das Tier nicht richtig geritten wurde, beziehungsweise nie richtig auf die Hilfen des Reiters vorbereitet wurde.

Um seinen Rücken hergeben zu können, also um den Rücken zu wölben, muss das Pferd seine langen Nackenstränge nutzen. Diese Reaktion der Muskeln kann man aber nicht erzwingen, sondern man muss sie aus einer ganz natürlichen Haltung heraus vorbereiteten.

Dies lernt das Pferd auch nicht von Heute auf Morgen, es muss langsam daran geführt werden. Um ein weiches Nachgeben des Pferdes zu erhalten, die langen Nackenstränge zu dehnen und somit die Rückenmuskulatur zu wölben, ziehe ich nicht einfach an beiden Zügeln, sondern spiele ganz leicht und locker mit beiden Händen. Das Pferd versucht dann immer wieder die Trense zu packen, was es dazu bewegt, die Nase immer weiter runter zu nehmen. Er soll aber nicht den Kopf und den Hals gerade nach unten nehmen, da er sonst zu sehr auf die Vorhand kommen würde, sondern leicht dem Gefühl nach unten folgen sowie dabei im Genick weiter nachgeben.

Meine Hände führen die Zügel dabei nicht etwa an den Oberschenkeln vorbei, wie man es bei vielen Westernreitern beobachten kann, sondern meine Handhaltung ist sehr weit oben, damit eine Aufrichtung des Pferdes gefördert wird.

Ein Pferd über den Rücken zu reiten und zu versammeln geht nicht von heut auf morgen. Es benötigt mindestens drei Jahre, ein Pferd adäquat auf die Hinterhand zu bringen, was einen gewölbten, lockeren Rücken beinhaltet. Regelmäßiger Unterricht kann Ihnen dieses Ziel Tag für Tag ein Stückchen näher bringen.

Text & Foto: Schneider I Horses In Media



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von Physiotherapeutin Frauke Behrens

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