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True
Horsemanship through Feel
von Bill Dorrance und Leslie Desmond |
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Fünf
Jahre benötigten Leslie Desmond und Bill Dorrance dazu, das Buch
"True Horsemanship through Feel"
niederzuschreiben. Neben den vielen Stunden am Schreibtisch, war es die praktische Arbeit an den Pferden, die diese fundamentalen Schritte zur Horsemanship durch Gefühl, schwarz auf weiß sichtbar machte. |
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Dorrance
& Desmond Pferdeleute zeigen, was man tun kann, damit das Pferd "gehorcht". Meist zieht es jedoch dabei den Kürzeren, da es nicht auf die systematischen Anweisungen des Menschen, sondern auf dessen Gefühl reagiert. Dass es Altmeister Bill Dorrance und Leslie Desmond nicht ums "Abrichten" der Tiere geht, sondern um ein dauerhaftes Kommunizieren durch Gefühl, erläutern sie in ihrem Standartwerk über Horsemanship. Pferde sind intelligent und können Entscheidungen treffen. Dies ist der Eröffnungssatz in dem Buch "True Horsemanship Through Feel". Es ist diese einfache, jedoch starke Aussage, auf der das ganze Buch basiert. Alle guten Pferdekenner wissen das, erkennen, dass wenn man Pferden die nötige Zeit zum Verarbeiten der Informationen gibt, sie willige Studenten sind und gute Entscheidungen treffen. Werden sie aber verängstigt, bedrängt oder gezwungen, reagieren sie mit einem natürlichen Abwehrverhalten oder sind nicht in der Lage dazu, zu lernen. Dann treffen sie schlechte, manchmal sogar gefährliche Entscheidungen. Der amerikanische Horseman Bill Dorrance, lebenslanger Student der Pferde, war 93 Jahre alt als sein Buch 1999 kurz vor seinem Tod veröffentlicht wurde. Sein ganzes Leben sammelte er die Zutaten, die die Beziehung zwischen Mensch und Pferd verfeinern. Studentin, Co-Autorin Leslie Desmond, trat spät in Bills Leben, als er voller hilfreicher Informationen war und bereit dazu, diese zu teilen. Sie brachte seine Gedanken auf Papier - vier Jahre lang. In "True Horsemanship Through Feel" beschreibt Leslie feingefühlig Bills Methoden, wobei sie seiner einfachen Sprache und seinem Stil treu bleibt. Das umfassende Werk beginnt mit einer eindrucksvollen Beschreibung davon, wie wichtig Gefühl für Pferde ist. Es gibt uns einen tieferen Einblick in Bills lebenslange Erfahrung mit den Tieren und bereichert mit vielen praktischen Übungen, die durch hunderte von Fotos begleitet werden. Am Ende werden Begriffe, die dem Leser vielleicht fremd sind, detailliert definiert. Die fundierten Informationen in diesem Buch und dessen klares Layout machen es zu einem umfangreichen Praxisbuch, wie man Pferden etwas vermittelt - durch Gefühl. Was
ist Gefühl? In Bills Buch gibt es acht Definitionen für dieses
Wort, das nicht schnell und auch nicht einfach beantwortet werden kann.
Bill sagt, Gefühl ist die Sprache des Pferdes. Es ist das Einzige,
worauf es bei Interaktionen mit dem Menschen zurückgreifen kann.
Menschen benutzen eine verbale Sprache, die das Pferd nicht verwendet.
Also verlässt es sich auf das Gefühl, um zu verstehen, was der
Mensch ihm "sagen" möchte. Indirektes Gefühl gibt
es laut Bill, wenn keine körperliche Verbindung zwischen Mensch und
Pferd vorhanden ist, das Pferd aber dennoch eine Absicht, eine entsprechende
Körperhaltung sowie Ausstrahlung des Menschen spürt. Gefühl
kann aber auch direkt sein: Der Mensch hat dann physikalischen Kontakt
mit einem Körperteil des Pferdes, ganz gleich ob dies durch Hand,
Bein, Halfter oder Zügel geschieht. Wenn Pferde bei uns sind, operieren,
agieren oder reagieren sie zu jeder Zeit auf unser Gefühl. Und auch
wir agieren mit Gefühl, auch wenn wir es nicht immer wissen. Die
Handlungen, die wir tun - auch die, die wir nicht tun -, beeinflussen,
wie unsere Pferde auf uns reagieren. Wenn ein Pferd versteht was man möchte,
wird er das tun, bis an das Limit seiner körperlichen Möglichkeiten
und manchmal sogar darüber hinaus. Vorraussetzung dafür ist
ein starker Wille zu lernen und die Bereitschaft die nötige Zeit
zu investieren. |
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