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Leslie
Desmond
Wie bleibe ich ruhig, wenn mein Pferd aufgeregt ist? |
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Vor Jahren, als die Kavallerie mit ihrem hohen reiterlichen Standart in der amerikanischen Reiterei großen Einfluß hatte, wurde in erster Linie darauf hingearbeitet, Reiter auszubilden, die einen unabhängigen Sitz hatten. Dies bedeutete zahllose Reitstunden ohne Steigbügel in allen Gangarten und Sprünge über die Zäune, alles ohne Bügel. Das machte man mit einer bestimmten Absicht. Diese Übungen und viele andere Bauch-, Rücken-, Sitz- und beinverstärkenden Übungen wurden auch auf blankem Pferd gemacht, wenn es die Umstände erlaubten. Das Ergebnis: der Mut und Eifer der Reiter nahm wesentlich zu. Die Kombination dieser zwei Eigenschaften (eine solide körperliche Kondition und ein solides, inneres Selbstvertrauen) schaffte diesen Reitern eine Basis des Vertrauens. Körperliche Elastizität und Beweglichkeit sowie Wachsamkeit ist das, was heute leider fehlt, sowohl bei den Freizeitreitern als auch bei den Profis. Dafür gibt es viele Gründe, aber dies ist weder der Zeitpunkt noch der Ort diese Gründe zu erklären. Meine Erfahrung: Eine Entfaltung dieser Fähigkeiten, körperliche Fitneß und Wachsamkeit, gibt einem Reiter von vornherein ein unvorstellbares Vertrauens auch in Situationen, die unerwartet passieren, wenn man mit Pferden arbeitet oder sie reitet. (Unerwartete Überraschungen gehören natürlicher Weise immer dazu, wenn man mit Pferden zu tun hat.) Ungeachtet aber, ob dieses Training aus alter Militärzeit machbar ist oder nicht, die andere Möglichkeit dieses Ziel zu erreichen ist die: Man muß sich selbst in eine sportliche Top-Kondition bringen. Wenn du mit einem Athleten zusammen eine Strecke laufen willst, wird es leichter und erfolgreicher sein, wenn ihr beide, du und der andere Athlet, körperlich vorbereitet seid. Was ich damit sagen will, wir gebrauchen keine Reiter mit gestählten Körpern wie Boddybuilder. Das sind Extreme. Was wir brauchen, sind gut durchtrainierte Reiter, die körperlich und geistig fit sind, damit sie mit ihren Pferden harmonieren können. Text: Leslie Desmond I übersetzt von Reinold Gössling
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