Mark Rashid: Starr, verspannt und
blockiert - wie man damit umgeht

Widerstand ist immer vorhanden, wenn Pferd oder Reiter mehr Muskelkraft verwenden als nötig, um einen bestimmten Job auszuführen. Es ist oft ein Ergebnis mangelnder Bewegung von Reiter oder Pferd und kommt in den unterschiedlichsten Formen zum Ausdruck. Das Ziel in Marks Arbeit ist, so wenig Muskelkraft wie möglich zu benutzen, um die Arbeit zu verrichten. "Pferde", so erläutert der Amerikaner, "können schon all das, was wir von Ihnen verlangen. Sie tun das alles schon alleine, auf der Weide: Sie können angaloppieren, Traben, piaffieren, springen, Galoppwechsel vollführen, spinnen und sliding Stops ausführen." Mark möchte sehen, dass die Bewegungen des Pferdes unterm Sattel genauso leicht sind für das das Pferd wie sie es auf der Weide sind.

Das Pferd kann ‚fest' werden und der Reiter kann es auch. Bei dem Reiter können Gelenke blockieren oder der Energiefluss des Pferdes kann unterbrechen werden. Für das Pferd ist es sehr schwierig, einen steifen Reiter zu bewegen und umgekehrt kann auch der Reiter die Bewegung des Pferdes dann nicht wirklich fühlen. Ein Reiter, der körperlich nicht locker und entspannt ist, reitet hauptsächlich über Muskelkraft und das ist mehr als ein Pferd benötigt.

Manchmal tritt Mark an Teilnehmer im Sattel heran und wackelt an deren Ferse. Er macht dies, um zu sehen, wie weit sich das Wackeln in deren Körper nach oben fortsetzt. Bei einem lockeren Reiter geht das Wackeln durch den ganzen Körper, über die Hüfte bis hoch zum Kopf. Bei einem verspannten Reiter hört das Wackeln an der Stelle auf, wo eine Blockade oder Verkrampfung ist.

Begonnen wird bei einem festen Reiter häufig mit einigen Atemübungen. Denn die geben den Muskeln nicht nur den benötigten Sauerstoff, sondern lockern auch die Bauchmuskulatur und richten die Wirbelsäule auf. Rashid lässt die Reiter dann in einzelne blockierte Körperteile hineinatmen. Ist dem Reiter diese Vorstellung zu fremd, lässt Rashid sie sich dieser Körperstelle bewusst werden.

Pferde und Menschen können aber auch eine mentale Blockade haben. Nehmen wir mal an, dass ein Pferd gelernt hat, zum Angaloppieren hochzuspringen. In diesem Fall denkt es, dass das Springen ein ‚korrektes' Verhalten ist. Soll er dies nun unterlassen, wird es dennoch versuchen so anzugaloppieren, wie es das ursprünglich gelernt hat. Ein Reiter kann zum Beispiel eine mentale Blockade haben, wenn er auf zahlreichen Pferden immer mit dem gleichen Konzept geritten ist und dies nun ändern soll. Wenn er Angst hat oder das Pferd eine andere emotionale Reaktion zeigt als erwartet. Mentale wie auch körperliche Blockaden verhindern immer Bewegung.

In seinen Kursen hilft Mark den Teilnehmern, durch zahlreiche praktischen Übungen ihre mentalen und körperlichen Blockaden zu überwinden und ihre Wahrnehmung und ihr Vertrauen zu stärken.

Infos deutsch: Rika Schneider
Tel. 02293-815420 I 0177-3228450I goodhorsemanship@gmx.de
Infos english: Mark Rashid Horse Training I P.O. Box 3241 I Estes Park, CO 80517 I USA I Toll-free: 001-866-577-9944 I Ph. 001-970-577-9944 consideringthehorse@yahoo.com


 

 

 

 

 

 

Text: Rika Schneider I Lindley