Was bietet und beinhaltet die TGT-Methode?

Was beinhaltet die Methode?

Die Methode ist thematisch in vier Bereiche unterteilt:

* Bodenschule
* Reiten I (Basis)
* Reiten II (Medium)
* Reiten III (Spezial)

A. Bodenschule
* fein abgestimmtes Führtraining
* die Schulung am langen Leitseil
* die Arbeit an der Hand mit Touchiergerte
* Modifikation des Fluchtverhaltens (Desensibilisieren)

B. Reiten I (Basis)
Verständigung und Körperkontrolle bei Reiter und Pferd
* Verständigung;
* Flexibilität;
* Gelassenheit;
* passive und aktive Kontaktpflege;
* Gefühl, Rhythmus, Rahmen;
* Körperkontrolle, Schulter/Hüfte;
* Basiskontrolle in den Grundgangarten (Übergänge, Halt, Rückwärts);
* Seitwärts, Schenkelweichen, übertreten lassen;
* Problemmanagement, Bewältigung von Schrecksituationen.

C. Reiten II (Medium)
Grundfertigkeiten angemessener, zwangloser Gymnastizierung
* Körperschulung, Verbesserung von Schub- u. Tragkräften;
* Feinmotorik;
* Koordination;
* Balance und Leichtigkeit;
* differenzierte Reittechnik, aktivierendes Reiten;
* Sitzeinwirkung;
* Selbsthaltung festigen;
* diverse Seitengänge;
* Lektionen.

D. Reiten III (Spezial)
Entwicklung und Verfeinerung der Leichtigkeit
* Reiten gebißlos;
* Reiten zäumungslos;
* Reiten mit Stangenzäumung einhändig;
* Spezialisierung in der Aufgabenstellung, Lektionen.

Was bietet die "The-Gentle-Touch®"-Methode?

* Eine reitweisenübergreifende Ausbildungsmethode, mit der Reiter und Pferd zwanglos miteinander und voneinander lernen;

* sorgfältig abgestimmte Übungen zur Verbesserung von Verständnis und Gefühl und zur dauerhaften Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlverhaltensweisen;

* eine systematische Verknüpfung von sorgfältiger Erziehung und Gymnastizierung mit dem Ziel einer deutlichen Verbesserung der Verständigung, der Umgangsformen, der körperlichen Leistungsfähigkeit, der Sicherheit und der Leichtigkeit. Wie ist sie entstanden?

* Peter Kreinberg hat bewährte Techniken aus seiner 25jährigen Praxis bei der Ausbildung von Pferden und Reitern zu einer Methode geformt, die von jedermann erfolgreich angewendet werden kann;

* dabei folgt er keinen Modetrends moderner "Sportreitweisen“, sondern hat das Beste aus verschiedenen traditionellen Ausbildungskonzepten zusammengefügt aus der:
• Kampagneschule;
• klassisch-altkalifornischen Vaquero-Reitweise;
• Schule der Légèreté (klassische Dressur romanischer Prägung);
• Natural Horsemanship. Warum die Orientierung an "alten" Reit- und Ausbildungssystemen? Diese bewährten, praxisnahen und pferdegerechten traditionellen Ausbildungsysteme sind zum Teil in Vergessenheit geraten und werden kaum noch angewandt. Warum ist das so?

* Vielleicht liegt es daran, daß sie nie auf Leistungsvergleiche oder sportliche Wettkämpfe abzielten und deshalb für die Organisationen und Verbände, deren Hauptaugenmerk auf der Reglementierung und Ausrichtung von Reitturnieren, Wettbewerben oder Schauen liegt, keine entsprechenden Inhalte boten. * Die Reiter- und Pferdeausbildung war zweckgebunden für ein Gebrauchsreiten im Gelände. Nachdem sich die Sport-, Freizeit- und Erholungsreiterei hauptsächlich in Reitbahnen, auf Turnierplätzen oder in Reithallen abspielte, wurden andere Schwerpunkte gesetzt, und eine einseitige Spezialisierung in der Ausbildung war die Folge. * Mit den traditionellen Methoden "alter" Reitsysteme wurden keine schnellen, einseitigen Erfolge angestrebt. Die allgemeine Tendenz im kommerzialisierten, modernen Turniersport in allen Reitweisen fördert die einseitige Spezialisierung und frühzeitige Leistungsforderung. Andere Ausbildungs- und Reittechniken kommen dieser Zielsetzung eher entgegen.

* Ausbilder und Reitlehrer haben traditionelle Inhalte der Gebrauchsreitlehren in ihrer Ausbildung nicht kennengelernt oder vermittelt bekommen. Sie können sie somit auch nicht an interessierte Schüler weitergeben.

* Viele Reiter und Reiterinnen in den verschiedenen Reitweisen haben sich im steten Streben nach Spezialisierung voneinander entfremdet und erkennen die verbindenden Elemente und Gemeinsamkeiten nicht mehr. Dies sind nur einige Gründe, warum diese bewährten, pferdegerechten Reitweisen aus dem Bewußtsein der meisten Reiter verschwunden sind; dabei hatten sie viele Gemeinsamkeiten, die zum Wohle der Pferde beitrugen, obwohl sie aus heutiger Sicht auf den ersten Blick gänzlich unterschiedlich erscheinen.

* Sie basierten auf dem Prinzip der "Leichtigkeit" in der Ausbildung und letztlich dann auch in der Anwendung. * Sie stellten das Wohlbefinden von Pferd und Reiter, deren Gesunderhaltung und Sicherheit an erste Stelle und verzichteten darauf, stets neue sportliche Höchstleistungen im "Wettkampf" zu fordern.

* Ausbilder und Reiter strebten vor allem einen harmonischen, sicheren und durch Leichtigkeit geprägten Umgang mit dem Pferd sowohl vom Boden wie auch vom Sattel aus an.

* War dieses Ausbildungsziel erst einmal erreicht, so wurde großer Wert darauf gelegt, ihn für den Rest des Pferdelebens zu erhalten.

* Jegliche Überforderung von Pferden und Reitern wurde vermieden.

* Ein "ökonomischer" Umgang mit den Kräften von Pferd und Reiter war oberste Zielsetzung, d. h., geringe Grundspannung, Lockerheit, Leichtigkeit, z. T. einhändige Zügelführung, entspannter Sitz, Gelassenheit, Sicherheit und Kontrolle standen im Vordergrund. Aus Bewährtem das Beste Doch es findet ein Umdenken statt. Was in den verschiedenen Formen der "Gebrauchsreiterei" in der Vergangenheit als pferdegerecht, nützlich und zweckmäßig erkannt wurde, das strebt auch in heutiger Zeit eine sehr große Gruppe, vielleicht sogar die Mehrheit aller Reiterinnen und Reiter an. Das große Interesse an der von den USA aus nach Europa ausstrahlenden "Natural Horsemanship"-Bewegung und an den Vorführungen sogenannter "Pferdeflüsterer" macht das sehr deutlich. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die Idee, aus diesem Fundus bewährter Horsemanship unterschiedlicher Epochen und Kulturkreise eine zeitgemäße Methode zu formen und zu verbreiten.

* Dazu wurden die Elemente so zusammengefügt, daß sie einfach, natürlich, zwanglos und mit einer Standardausrüstung anzuwenden sind.

* Zweckmäßig gestaltete Lernsituationen wurden zu einer für Mensch und Pferd gleiche

* Erziehung und Gymnastizierung, die Formung von Psyche und Körper wurden sinnvoll miteinander verknüpft.

* Um das Lernen für Pferd und Mensch zu erleichtern und ebenso sinnvoll wie "meßbar" zu machen, wurden vielfältige Objekte in die Übungen als Orientierungshilfe mit einbezogen, die Natur und das Gelände wurden sozusagen in die Reithalle oder auf den Reitplatz geholt.

* Lern-Übungen zur systematischen, kontrollierten und vertrauensvollen Bewältigung von Streß- und Schrecksituationen geben Mensch und Pferd mehr Sicherheit im Alltag. * Die Entwicklung einer feinmotorisch korrekten, einfühlsamen Hilfengebung vermittelt auch durchschnittlich begabten Freizeitreitern einen durch Leichtigkeit und Lockerheit geprägten Reitstil. Leichtigkeit ist ein wesentliches Merkmal der Ausbildung bei Reitweisen, die eine einhändige Zügelführung zum Ziel haben. In der The-Gentle-Touch®-Methode sind diejenigen Inhalte systematisch aufeinander abgestimmt und geordnet zusammengefaßt, die auch heutigen Reitern und Pferdeleuten helfen können, in mehr Harmonie und Zwanglosigkeit mit Pferden umzugehen.