Peter Kreinbergs Aus´bildungskonzept 'The Gentle Touch', Teil 1
Neue Wege mit alten Werten

Eines ist den meisten Freizeitreitern bewusst: pferdegerechter Umgang und schonendes Reiten muss von ihnen erlernt werden, um harmonisch und leicht mit dem Pferd zu kommunizieren. In jeder Reitweise. Nur wo? Regelmäßiger Unterricht bei einem Ausbilder, der sein Handwerk beherrscht, nicht zu stark am Sport orientiert ist, feinfühlig und pädagogisch wertvoll auf Reiter und Pferd eingeht, ist äußerst schwer zu finden. Aus diesem Grund hat Peter Kreinberg ein Netzwerk entwickelt, in dem Ausbilder nach seinem Konzept Schüler bundesweit unterrichten können. Rika Schneider stellt Ihnen dieses gut durchdachte und ausgereifte Konzept vor, dass Freizeitreiter mit Anspruch in Theorie und Praxis schult.

Leichtigkeit und Harmonie am Boden und im Sattel, in English- oder Westernmanier - bei engagierten Freizeitreitern hängt dieser Wunschtraum meist ganz oben. Das Pferd soll zuverlässig zu kontrollieren sein, ohne es dabei zu sehr zu dominieren oder in einen Rahmen zu pressen. Der mit seinem Freizeitpartner Pferd Erholung suchende Pferdefreund ist sich seiner Ziele meist bewusst und ehrgeizig. An Bemühen fehlt es ihm nicht, dafür aber häufig an dem richtigen Ausbilder. Western- und Freizeitpferdeausbilder Peter Kreinberg hat diese Entwicklung bewusst verfolgt: "Seit über 25 Jahren gebe ich Seminare für Freizeit- und Westernreiter mit den verschiedensten Schwerpunkten und immer wieder erkenne ich dort, was die Sorgen der Reiter sind: Aus Mangel an kompetenten Reitlehrern in der Nachbarschaft schulen sie sich selber, hauptsächlich durch Bücher und Lehrvideos. Dies ist löblich, birgt aber zahlreiche Risiken: Die eigene Erfahrung und die Fähigkeiten des Reiters reichen nicht aus, um die Theorien korrekt in die Praxis umzusetzen. Fehlinterpretationen und Missverständnisse können da häufig das Ergebnis sein.

Gefühl und Körperkoordination entwickelt man nicht in der Theorie - auch wenn diese hilfreich für das Verständnis ist -, sondern am besten beim Üben unter Anleitung. Und genau das ist es, was dem nach Büchern und Videos Lernenden nicht immer möglich ist." Dies sind nur einige Punkte, die dazu führen können, dass sich der löbliche Ansatz, selbst hinzuzulernen und dem Pferd eine sinnvolle Schulung zu vermitteln, ins Gegenteil umkehrt. Statt Verbesserung und Lernfortschritt stellen sich Verwirrung, Frust und Unsicherheit auf beiden Seiten ein. Von Anfang an die richtige Richtung wählen.

Damit Reiter gar nicht erst auf den falschen Weg geraten - Vorbeugung ist bekanntlich die beste Behandlung - hat Kreinberg ein reitweisenübergreifendes Konzept entwickelt, das Freizeitreitern in Form von Seminaren ein effektives Lernprogramm bietet. Kurse gibt es zahlreiche, doch wie kann ein Laie dessen Qualität und Fähigkeiten beurteilen? "Der Anspruch an die Ausbilder muss ein hohes Niveau haben, damit sich der Laie darauf verlassen und mit seinem Pferd Fortschritte machen kann. Denn nur ein fachlich kompetenter und routinierter Ausbilder kann dem Schüler bei seinem Problem mit dem Pferd weiterhelfen."

30 nach Peter Kreinbergs Methoden lizensierte Ausbilder, bestanden im letzten Jahr die Prüfungen, weitere haben sich für dieses Jahr gemeldet. Unter den scharfen Augen des Horseman und unter dem Logo "The Gentle Touch" müssen diese Ausbilder ihr Fach am Boden und später dann im Sattel solide beherrschen, ehe sie eigene Schüler als "The Gentle Touch-Ausbilder" unterrichten dürfen. "Mein Anliegen ist es, Horsemanship, wie ich es kenne, einem breiten Publikum zugänglich zu machen, um möglichst solide Hilfestellung für den praktischen Alltag zu bieten. Und das kann ich nur, wenn ich Ausbilder fördere, damit diese wiederum in den Reitställe dieses Landes unterrichten können. Denn meines Erachtens sind genau da viele engagierte Pferdeleute, die Unterstützung suchen", beschreibt der 55-Jährige seine Motivation. Ob die Trainer dabei Englisch- oder Westernreiter sind, spielt keine Rolle, denn wie kaum ein anderer Ausbilder hat sich Kreinberg in Theorie und Praxis mit der Western- und Natural-Horsemanship ebenso intensiv befasst, wie mit den Grundlagen der Deutschen Reitlehre. "Gutes Reiten hat Grundregeln und die sind in jeder Reitweise ähnlich. Meine Devise: Aus jeder Reitweise das beste!"

Methode, Technik & Gefühl

In seinem Konzept verknüpft Kreinberg zweckmäßig und methodisch sinnvolle und einfach umzusetzende Techniken der Erziehung und gymnastizierenden Arbeit. Doch damit Bodenarbeit und Reittechnik in der Halle, auf dem Reitplatz oder im Gelände von den Schülern erfolgreich umgesetzt werden können, ist ein fundiertes Verständnis für das Wesen der Pferde und die Wechselwirkungen von Ausbildungstechniken nötig. Dazu muss zunächst sowohl bei Reitern und Pferdebesitzern wie bei deren Pferden eine systematische Bewusstseinsveränderung erzielt werden. In der Theorie ist diese Thematik in der Vergangenheit in vielfältigen Veröffentlichungen verschiedener Autoren umfangreich vermittelt worden. Doch ein ganzheitliches, methodisches Konzept mit praktischen Übungsabläufen und einer entsprechend gestalteten Unterrichtserteilung fehlte. Mit der The Gentle Touch®-Methode will Kreinberg diese Lücke schließen.

Was die einzelnen Reitweisen bieten

Pferde funktionieren in ihrem Verhalten immer nach den gleichen Regeln. Ihr körperliches Bewegungsverhalten ist zwar grundsätzlich gleich, doch durch Haltung, Zucht, Umgang und Reitweise haben sich mit Schwerpunkt in der Sportreiterei ganz unterschiedliche Bewegungstypen entwickelt. "Besonders in den letzten 25 Jahren hat eine tief greifende Spezialisierung stattgefunden. Dies und die daraus resultierenden Ausbildungsmethoden sind nicht optimal auf die Bedürfnisse von Freizeitreitern abgestimmt. Im Gegenteil. Oft überfordern sie sowohl die Reiter wie auch die Pferde", erkennt der Experte. Altkalifornische Western- und Natural-Horsemanship-Ausbildung Die Inhalte traditioneller, kultivierter Gebrauchsreitweisen bieten den heutigen Freizeitreitern oft mehr, als die hoch spezialisierten Sportreitweisen.
Vor allem an der traditionell kalifornischen Western- und Natural-Horsemanship-Ausbildung orientierte sich Kreinberg in den letzten 20 Jahren. "Sie bieten sehr viele, nützliche Ansätze, besonders die Aspekte praktisch angewandter Pferdepsychologie sind aus diesem Bereich leicht abzuleiten", erklärt der Ausbilder.

Traditionelle deutsche Reitlehre

"In Bezug auf zweckmäßige Gymnastizierungsarbeit mit Pferden hat die traditionelle deutsche Reitlehre sehr viel zu bieten. Allerdings hat man sich in der praktischen Umsetzung in Reitvereinen und Reitbetrieben seiner Meinung nach zu sehr auf den modernen Dressur- und Springsport und die Arbeit mit Warmblutsportpferden spezialisiert. Aus diesem Grund haben viele Reiter das Gefühl, dass sie für ihre Bedürfnisse nicht passend ist und lehnen sie ab. Dazu beigetragen hat sicher auch der Umstand, dass sie von Reitlehrern nicht immer verständlich und freundlich vermittelt wurde, sondern in sehr autoritär und dogmatisch geprägtem Unterrichtsstil. Dabei wird der Ursprung dieser Reitlehre gänzlich verdrängt", erinnert Kreinberg. Die ‚deutsche Reitlehre' hat sich in der heutigen Form nach und nach aus der ursprünglichen ‚Kampagne Schule' entwickelt. Hinter diesem Begriff verbarg sich die durchstrukturierte Ausbildung militärischer Gebrauchs- und Geländereiterei, wie sie bis zum 2. Weltkrieg existent war und in den ‚Reitvorschriften der ‚HDV 12' zusammengefasst war. Aus diesen Reitvorschriften wurde die ‚Deutsche Reitlehre' in Form der ‚Richtlinien für Reiten und Fahren' von der FN abgeleitet und fortgeschrieben.
In der ‚HDV 12' wurde in dem Begriff der Dressur noch die ‚sorgsame Erziehung' und die ‚planmäßige, gymnastische Durchbildung des Körpers' eines Pferdes gleichwertig zusammengefasst. Schule der Légerèté Eine weitere Quelle wertvollen, universellen reiterlichen Gedankengutes ist aus den Lehren der französischen Vertreter "klassischer" Reitkunst abzuleiten, der Schule der "Légerèté".

Alle drei Ausbildungssysteme hatten, wenn auch mit ganz unterschiedlicher, praktischer Zielsetzung, eine wesentliche Gemeinsamkeit, das Prinzip der Leichtigkeit, Lightness oder Légerèté. Weil die Leichtigkeit oberste Priorität hatte, finden sich auch viele Parallelen im praktischen Bereich der Methoden. Aus der sinnvollen Verknüpfung dieser Inhalte entwickelte Peter Kreinberg seine ‚The Gentle Touch®-Methode'.

In drei Stufen zum einfühlsamen Reiten In den Bereichen Bodenarbeit und reiterliche Ausbildung hat Kreinberg im Laufe seiner Ausbildertätigkeit Hilfsübungen entwickelt, in denen Pferd und Reiter gemeinsam systematisch und Schritt für Schritt notwendige Erkenntnisse und Praktiken vermittelt werden können. Durch diese Hilfsübungen werden die Voraussetzungen geschaffen, um die Prinzipen guten, einfühlsamen Reitens anwenden zu können.

- Bodenschule: Hier werden Grundlagen der Verständigung zwischen Schüler und Pferd gelegt, Einfühlungsvermögens, Bewegungskoordination, Selbstvertrauen und Gelassenheit werden gefördert und die Manieren im Umgang verbessert. Durch kontrollierte, ruhige Arbeit in aufeinander abgestimmten Lernschritten wird dadurch auch gegenseitiger Respekt und Vertrauen gefestigt.
- Reiterliches Basisprogramm: Beim Reiten geht es hier noch nicht vorrangig um eine intensive, körperliche Gymnastizierung des Pferdes oder um korrekte Ausführung von Lektionen, sondern vielmehr wird das am Boden erarbeitete Grundverständnis nun vom Sattel aus entwickelt. Das geschieht im Sinne von Lenken, Leiten und Temporegulierung mit einer feinen Signal-Hilfengebung im Rahmen zweckmäßiger Übungen. Das Ziel in dieser Schulungsphase: zwanglose Beweglichkeit, Balance und Gelassenheit von Pferd und Reiter entwickelt und gefestigt. - Verfeinerung der Reittechnik: Erst wenn im Basisprogramm Reiten ein solides Fundament geschaffen ist, wird an der Verfeinerung der Reittechnik gearbeitet und ein zweckmäßiges Gymnastizierungsprogramm mit individuell auf das Pferd und seine Verwendung abgestimmten Übungen vermittelt. Ist die Methode und ihre Übungen korrekt umgesetzt worden, so wird das Resultat ein gelassenes, durchlässiges, motiviertes und an leichten Hilfen kontrolliert zu reitendes Reitpferd sein. Reiterinnen oder Reiter haben Schritt für Schritt gelernt, einfühlsam und mit funktional fein abgestimmten Hilfen balanciert, locker und pferdegerecht in "Gebrauchshaltung" zu reiten

Hier ist dann auch der Verknüpfungspunkt zur Zielsetzung der FN-Reitlehre gegeben, da es sich um jene reiterlichen Voraussetzungen handelt, die notwendig sind, um entsprechend den Anforderungen der FN-Ausbildungsskala reiten zu können. Erst wenn Reiterinnen oder Reiter dieses Niveau erreicht haben, sollten sie sich nach Peter Kreinbergs Meinung anspruchsvollere Ziele stecken. Er meint: "Turniersport oder Lektionen der "Hohen Schule" stellen höchste Anforderungen an die Ausbilderqualitäten eines Reiters. Selbstüberschätzung geht in diesem Bereich stets zu Lasten des Pferdes" Geländearbeit für mehr Sicherheit Dem sicheren Reiten im Gelände als Zielsetzung wird in der TGT®- Methode besonderes Augenmerk geschenkt, da es viele Freizeitreiter mit ihren Pferden wieder in die freie Natur zieht.

In den letzten 50 Jahren hat sich die Freizeit-Reiterei drastisch gewandelt. Wurde sie ursprünglich hauptsächlich im Freien und im Gelände ausgeübt, so findet das Reiten heute hauptsächlich in Hallen oder im Sommer auf Reitplätzen statt. Diese Entwicklung, die ‚Entwöhnung' von der Natur hat sowohl bei Pferden wie auch bei Reiterinnen und Reitern bis hin in die höchsten Leistungsebene dazu geführt, dass Reiten im Gelände zur ‚Ausnahmesituation' wird, für die weder Pferd noch Reiter ausreichend vorbereitet sind. Entsprechend kommt es häufig zu frustrierenden bis gefährlichen Erlebnissen für beide. Ein Meideverhalten ist die Folge, der Bezug zur Natur geht immer mehr verloren. Deshalb ist ein auf das Reiten im Gelände abgestimmtes Schulungsprogramm mit besonderem Schwerpunkt auf Aspekten der Sicherheit, Gelassenheit und Kontrollierbarkeit besonders wichtig. Unter Anleitung kompetenter Ausbilder und in extra dafür gestalteten Lernsituationen gelingt es sehr viel leichter, diesen wichtigen und schwierigen Lernvorgang zu bewältigen. Wenn man schon in Reithalle und Reitbahn Lernsituationen schafft, die einen praktischen Bezug zu Alltagssituationen herstellen, dann fällt das Erlernen bestimmter Verhaltensweisen und ihre Festigung zu abrufbaren Verhaltensmustern (Konditionierung) Mensch und Pferd sehr viel leichter. Aus diesem Grund werden unter Verwendung zweckmäßiger Objekte (Medien) sinnvolle Übungsfolgen geschaffen, die es Mensch und Pferd wesentlich erleichtern, die gewünschten Erkenntnisse und Fähigkeiten zu entwickeln.

Mit Kreinbergs Methode kann also der Einstieg in alle Formen der organisierten Sportreiterei erleichtert werden. Aber vor allem werden die nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse für pferdeschonendes, kultiviertes und anspruchsvolles Freizeitreiten in Reitbahn, Halle und Gelände vermittelt. Das Ausbildernetzwerk Damit diese Inhalte auf breiter Basis zugänglich werden, startete Peter Kreinberg ein Schulungsprogramm für Trainer und Ausbilder. Ausbilder mit einer pferdebezogenen Berufsausbildung oder der FN/DFB/EWU Trainerlizenz C, B, oder A können als ‚Zusatzkompetenz' seine Methode in entsprechenden Vorbereitungskursen erlernen. Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten sie eine befristete Lizenz in den Kategorien ‚Bodenarbeit' und ‚Reiten', welche sie berechtigt, seine Methode zu vermitteln. In jährlichem Abstand müssen sich die Trainer in entsprechenden Kursen weiterbilden um eine Lizenzverlängerung zu erhalten. Auf diese Weise will Peter Kreinberg eine Qualitätsabsicherung sicherstellen, die den Reitschülern zugute kommt. Auf dem ‚Distelhof' in Hollenstedt, unweit von Hamburg, ist das ‚The Gentle Touch® Horsemanship-College', das als Ausbildungs- und Schulungszentrums eröffnet worden ist.

Gemeinsam lernen
D
ie Übungen der TGT-Methode sind darauf abgestimmt, Schüler und Pferd bei der Bodenarbeit und beim Reiten miteinander lernen zu lassen. Dies geschieht unter Anleitung lizenzierter Ausbilder in Kursen oder Seminaren. Dies ist besonders wichtig, wenn für ungeübte Reiter keine zuverlässigen, leichtrittigen Schulpferde zur Verfügung stehen und bei Reitern mit Pferden, die keine solide Ausbildung haben oder noch der Korrektur bedürfen. Bodenarbeit und reiterliche Ausbildung sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich. Das angeleitete Lernen wechselt mit Phasen autodidaktischer Arbeit ab. Pferd und Schüler lernen situationsbezogen und erfahrungsorientiert miteinander und dabei wird ihre Individualbeziehung maßgeblich geprägt.

Die TGT-Methode könnte man auch als ein Zusatz- oder Begleitprogramm für besseres Reiten bezeichnen. Dabei sind es besonders die speziellen Techniken und Hilfs-Übungen, mit deren Hilfe sich bei Schüler und Pferd sehr schnell eine neue Erkenntnis und reineres Gefühl sowie bessere Koordinationsfähigkeit und Balance einstellen. Alle Übungen sind mit grundsätzlichen reiterlichen Prinzipien in Einklang zu bringen und haben sich in der Praxis vielfach bewährt. Die Methode ist reitweisenübergreifend zu verstehen. Sie schließt allerdings Techniken, die sich erst im Zuge von Modetrends oder einer reitsportlichen Spezialisierung entwickelt haben, aus. Die Methode berücksichtigt das Wissen und Gedankengut unterschiedlicher Reitweisen, soweit das der Verfeinerung der Einwirkungen und der Klarheit in der Verständigung zwischen Mensch und Pferd dient. Sie verbindet sozusagen das Beste aus verschiedenen Reitweisen! Das verbindende Element hinter diesen Praktiken ist die Philosophie oder die Grundeinstellung, mit der sie angewandt werden. The Gentle Touch®, das soll nicht nur ein schöner Slogan sein. Dahinter verbirgt sich eine freundliche und sanfte Art, wie man ein Pferd formen und ihm seine notwendige Erziehung angedeihen lassen kann und wie Freizeitreiter gefühlvolles und zweckmäßig Reiten an leichten Hilfen erlernen oder ihre Fähigkeiten diesbezüglich weiterentwickeln können.

Vier Formen der Bodenarbeit
Die vier Themenkreise der TGT-Bodenschule verknüpfen die wesentlichen Inhalte seriöser Methoden artgemäßer Erziehungsarbeit mit Pferden aus verschiedenen Kulturkreisen. Damit wird interessierten Pferdeleuten die Möglichkeit gegeben, sich ein umfassendes Wissen und entsprechende praktische Fähigkeiten über alle bewährten und heute praktizierten Formen der Bodenarbeit anzueignen und diese korrekt anzuwenden.

Die TGT-Bodenschule fügt diese vier Themenkeise zweckmäßig und methodisch zu einer einheitlichen Lehrmethode zusammen. - Führtraining (universell) - Arbeit am Leitseil (Natural-Horsemanship) - Arbeit an der Hand (Dressurreiten) - Instinktverhalten modifizieren (Western-Horsemanship)

 


Fotos: G. Boiselle


Anspannung und Entspannung bedingen einander wie die Kräfte Ying und Yang es tun. Durch systematisch aufgebaute Übungen, die das Pferd im Verstand und in der Muskulatur locker halten, können Reiter immer mehr Leichtigkeit im Umgang und im Sattel aufbauen.


Das Konzept von "The Gentle Touch" ist Reitweisen übergreifend: ein fein auf die Hilfen reagierendes Pferd, das nachgiebig, willig und leicht seine Aufgaben erfüllt, ist das Ziel.


Durch die Arbeit mit dem Leitseil lässt sich der Hannoveraner-Wallach "Shining Gentle Boy" leicht und entspannt um und über die Hindernisse lenken.


Schrecksituation lassen sich in sicherer Umgebung üben: Reiter schulen hier systematisch ihre Reaktionen und Pferde lernen gezielt, mit äußeren Einflüssen entspannter umzugehen.