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Trabend, töltend oder
im gestreckten Galopp – freilaufende Pferde faszinieren durch
Kraft, Temperament und Grazie. Doch um die Schönheit des Gesamtausdrucks
zu unterstreichen, kommt es auf den richtigen Bewegungsmoment an, bei
dem der Fotograf auf den Auslöser drückt. Unterm Sattel ist
das besonders wichtig. Bruchteile von Sekunden entscheiden darüber,
ob Pferd und Reiter ausdrucksstark und schön, oder bedeutungslos
wirken.
• Die optimale Phase im Schritt: Das dem Fotografen zugewandte
Vorderbein des Pferdes muss mit dem Vorderfußwurzelgelenk an höchster
Stelle sein. Das äußere Vorderbein berührt noch den
Boden.
• Der richtige Moment im Trab: Das dem Fotografen zugewandte Vorderbein
befindet sich wieder an höchster Stelle, das Äußere
ist belastet. Das dem Fotografen abgewandte Hinterbein ist in der Luft,
während das gegenüberliegende Hinterbein durchtritt. Tipp:
Beim Abfußen des Vorderbeines laut mitzählen oder „jetzt“
ausrufen und dabei den Auslöser betätigen.
• Besonders schön und besonders schwer – der Galopp:
Auch hier befindet sich das Vorderfußwurzelgelenk des inneren
Vorderbeins an höchster Stelle. Das innere Hinterbein muss aber
zusätzlich gut durchspringen.
Kameratechnik kinderleicht:
Der Autofokus moderner Kameras stellt die Schärfe selbständig
ein, und der Bildausschnitt wird per Knopfdruck automatisch gewählt.
Ein Pferd in Bewegung mit einem Objektiv scharf zu fotografieren, ist
fast nur mit einem guten, schnellen Autofokus, also mit automatischer
Scharfeinstellung möglich. Auch bei Schnappschüssen ist er
fast unersetzlich. Nähere Einzelheiten sind vom Kameratyp abhängig.
Die richtige Ausrüstung: Eine schnelle Kamera mit einem großen
(80 bis 200/300 Millimetern) Objektiv, ein Stativ und eine gehörige
Portion Gefühl und Geduld. Bewegungsfotos können schnell verwackeln
und aus diesem Grund sollten ungeübte Hobbyfotografen auf ein Stativ
zurückgreifen. Um die Kamera auch ohne Stativ zu stabilisieren,
kann man seinen Ellenbogen eng an den Körper nehmen oder das Gerät
auf einem Zaunpfahl absetzen. Bei einer Seitenaufnahme sollte der Fotograf
dem Objekt mit der Kamera folgen. Fotos, die seitlich von vorne aufgenommen
werden, gelingen auch in dem man eine Stelle fokussiert, in die das
Pferd dann hinein läuft.
Wichtigstes Teil der Kamera ist wohl das Objektiv. Unterschieden werden
sie anhand der Größe ihrer Brennweiten. Die Brennweite ist
der Abstand zwischen Objektiv-Mitte und Film wenn die Entfernungseinstellung
auf unendlich steht. Sie ergibt die Größe des Bildes auf
dem Film. Beim selben Abstand zum Motiv gibt die Brennweite den Grad
der Vergrößerung oder Verkleinerung des Bildes an.
Objektive und ihre Funktionen:
• Das Normalobjektiv einer Kleinbildkamera hat eine Brennweite
von etwa 50 Millimeter. Bei dieser Brennweite erscheint das Bild in
der Größe, in der das Objekt im Sucher ist. Für Pferdeaufnahmen
ist dieses Objektiv eventuell zu klein. Heranholen des Modells ist nicht
möglich.
• Das Weitwinkelobjektiv hat eine geringe Brennweite (etwa 16
bis 35 Millimeter) und wird in der Pferdefotografie kaum benutzt, da
es den Blickwinkel vergrößert. Für Stall- oder Gestüts-Aufnahmen
ist es zu empfehlen.
• Bei Teleobjektiven mit einer Brennweite von 80 bis 300 Millimeter
verengt sich der Bildwinkel und das Pferd erscheint näher als in
Wirklichkeit.
In jedes Objektiv ist eine Blende eingebaut, die mit der menschlichen
Pupille vergleichbar ist. Sie ist die Öffnung, durch welche das
Licht in die Kamera auf den Film fällt. Durch Öffnen und Schließen
der Blende verändert sich die Menge des einfallenden Lichtes. Steht
zu wenig Licht zur Verfügung, muss man die Blende öffnen.
Automatik-Kameras nehmen dem Fotografen die Blendeneinstellung ab. Das
optimale Objektiv, um Pferde in der Bewegung festzuhalten, hat eine
Brennweite von 80 bis 200 Millimeter.
Text:
Schneider I Horses
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Fotos: Guni
I Horses
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